bedeckt München
vgwortpixel

Wirtschaft kompakt:Rote Laterne für Aldi

Greenpeace prangert die Supermärkte und Discounter an, McDonald's hat Ärger und Twitter wird mit 3,7 Milliarden Dollar bewertet - das Wichtigste in Kürze.

Die Einkäufer vieler deutschen Supermarktketten nehmen nach Ansicht von Greenpeace nicht genug Rücksicht auf die Fischbestände. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung von elf Unternehmen, die die Umweltorganisation Greenpeace in Hamburg vorgestellt hat.

Kinderdienst: Fischstaebchen und Schokolade nun billiger - Discounter senken die Preise

Greenpeace rügt die Fisch-Einkaufspraxis der Supermärkte - und prangert auch Aldi Nord an.

(Foto: dapd)

Die nachhaltigste Einkaufspolitik zeigte erneut Kaufland, gefolgt von Bünting, Norma und Rewe. Die rote Laterne bekamen dagegen Aldi Nord, Kaiser's Tengelmann sowie die Metro Group. Sie müssen Greenpeace zufolge ihre Einkaufsrichtlinien zum Schutz gefährdeter Fischarten dringend verbessern. Im Mittelfeld landeten Lidl, Netto, Edeka und Aldi Süd.

Greenpeace hatte in dem nun vierten Ranking die Messlatte höher gelegt als in den Jahren zuvor, damit die Handelsketten "nicht stehen bleiben". Die Bewertung zeige ganz deutlich, dass "die Rückverfolgbarkeit und die Kennzeichnung der Produkte, wie auch die nachhaltige Sortimentsgestaltung" verbessert werden müssten, erklärte die Meeresexpertin von Greenpeace, Iris Menn.

Der Organisation zufolge haben verschieden Unternehmen als Reaktion auf die Bedrohung der Fischbestände gefährdete Arten aus dem Sortiment genommen. Dazu zählten etwa Aal, Rotbarsch, Blauflossen-Thunfisch oder Dornhai, der als "Schillerlocken" verkauft wird. Auch die Verbraucher können durch ihr Einkaufsverhalten die Strategie des Handels beeinflussen. Nach Angaben von Greenpeace und dem WWF können Konsumenten ohne Gewissensbisse zu Pangasius, Karpfen und Forelle greifen. Verzichten sollten sie etwa auf Rotbarsch, Scholle oder Seezunge.