MeinungFinanzplatz Deutschland:Es geht nicht nur um Wirecard

Gastbeitrag von Stephan-Götz Richter

Lesezeit: 3 Min.

Der Hauptsitz von Wirecard in München.
Der Hauptsitz von Wirecard in München. (Foto: Matthias Schrader/AP)

Die Probleme des Finanzplatzes Deutschland sind noch größer, als der Milliardenskandal schon zeigt. Es braucht mehr Transparenz, bessere Aufsicht und eine höhere Akzeptanz des Finanzkapitalismus.

Oberflächlich betrachtet ist der Zusammenbruch von Wirecard ein Betrugsskandal, der durch eine klientelistisch agierende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und betriebsblind agierende deutsche Aufsichtsbehörden ermöglicht wurde. Diese Feststellung ist schockierend genug in einem Land, das ansonsten auf seine hoch qualifizierte und personell üppig ausgestattete Bürokratie so stolz ist. Im Kern geht es bei der Wirecard-Affäre jedoch um viel mehr. Denn sie spiegelt den wackeligen Zustand des gesamten deutschen Bankensektors wider, der seinerseits durch eine hierzulande typische politische Klüngelkultur und eine ungenügend scharf ausgeprägte Finanzkultur gefördert wird.

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