Chefwechsel beim Autohersteller erwartet Ford-Chef Mulally soll bald gehen

Könnte bald abgelöst werden: Ford-Chef Alan Mulally.

(Foto: AFP)

Als einziger der großen US-Autobauer ist Ford ohne Staatshilfen ausgekommen: Alan Mulally hat das Unternehmen erfolgreich durch die Wirtschaftskrise gesteuert. Nun soll es Berichten zufolge einen Generationswechsel an der Spitze geben.

Noch in diesem Jahr könnte der US-Autohersteller Ford einen neuen Chef bekommen. Der für das Tagesgeschäft zuständige Manager Mark Fields soll offenbar Nachfolger des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Alan Mulally werden, berichten die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und das Wall Street Journal. Der 68-jährige Mulally werde noch vor Jahresende aufhören, heißt es unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Personen. Der Wechsel könnte schon am 1. Mai verkündet werden, schreibt Bloomberg. Das Unternehmen äußerte sich nicht.

Ein Generationswechsel deutet sich bei Ford schon länger an. Fields war Ende 2012 vom Chef des wichtigen Amerika-Geschäfts zum Stellvertreter im Konzernmanagement befördert worden. Schon zuvor hatte der 52-Jährige als Kronprinz gegolten. Mulally hatte damals gesagt, er werde noch mindestens 2014 an der Spitze von Ford bleiben.

Mulally kam vom Flugzeugbauer Boeing und war damit eine absolute Ausnahme als er im Jahr 2006 den Posten in Autowelt von Detroit übernahm. Fields dagegen arbeitet schon seit 1989 für das Unternehmen, hatte dort bereits zahlreiche Führungspositionen inne. Die beiden sanierten das problematische US-Geschäft und bewahrten den Traditionshersteller damit vor dem Schicksal der Konkurrenten General Motors und Chrysler, die 2009 während der Wirtschaftskrise vom US-Steuerzahler gerettet werden mussten. Auch das zwischenzeitlich trübe Geschäft in Europa läuft mittlerweile wieder besser.

Sollte Mulally wie erwartet noch 2014 gehen, wäre bei den beiden größten US-Autoherstellern der Chefsessel im gleichen Jahr neu besetzt: Im Januar hatte Mary Barra die Führung bei General Motors übernommen.