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Braucht man das?:In-Ear-Kopfhörer von Sennheiser

Haben den guten Klang des teuren Schwestermodells: Sennheisers Bluetooth-Ohrhörer CX400 BT.

(Foto: Sennheiser/oh)

Billige In-Ear-Kopfhörer taugen nicht viel, die teuren kosten mehr als 200 Euro. Da kommt Sennheiser mit seinem Mittelklasse-Angebot gerade recht. Aber sind die CX400BT ihr Geld wert?

Von Helmut Martin-Jung

Mehr und mehr Smartphones kommen ohne Klinkenbuchse zum Anschließen eines kabelgebundenen Kopfhörers. Weil die Bluetooth-Funktechnik mittlerweile völlig kabellose Ohrhörer möglich macht, sind solche Ohrpfropfen inzwischen häufig zu sehen. Die sehr billigen sind aber oft eine Zumutung, was Klang und Verarbeitungsqualität angeht. Und die teuren, nun ja, sind eben sehr teuer.

Insofern ist es einen Versuch wert, wenn ein renommierter Hersteller wie Sennheiser kabellose Ohrhörer anbietet, die man für 100 Euro kaufen kann. Um es vorweg zu sagen: Das Unternehmen aus der Nähe von Hannover gibt sich keine Blöße, die CX400 BT genannten Ohrhörer sind ihr Geld wert.

Das liegt wohl auch daran, dass sie die kleinen Geschwister der Momentum True Wireless 2 aus dem selben Haus sind, die allerdings 250 Euro kosten. Einziger großer Unterschied: Den CX400 fehlt die aktive Geräuschunterdrückung. Wem das extrem wichtig ist, für den eignen sich die kleinen Sennheisers nicht. Bedingt durch die Bauform als Pfropfen fürs Ohr dichten sie aber ohnehin schon gut gegen Außengeräusche ab.

Was gegenüber dem großen Bruder abgeht, ist der sogenannte Transparenzmodus, dass man also während man die Hörer im Ohr hat, sozusagen auf Durchzug stellen kann. Außerdem fehlt die Zertifizierung der Wasserdichtigkeit. Das Wichtigste aber ist geblieben: der gute Klang.

Der Bass reicht tief nach unten - immer vorausgesetzt, die Hörer sitzen fest im Ohr -, die Höhen sind klar. Damit die Hörer gut sitzen, gilt es zu ermitteln, welche der drei mitgelieferten Silikonmanschetten am besten passen. Die Stöpsel sollen sicher sitzen, auch damit sie nicht herausfallen. Sie sollen aber auch nicht drücken, was das Hören schnell zu einem unangenehmen Erlebnis werden lässt.

Bedienen lassen sich die CX400 über Sensorflächen. Welche Bedienschritte dabei ausgelöst werden, lässt sich in Grenzen auch in einer kostenlosen App einstellen. Diese enthält auch einen Equalizer, der individuelle Klangeinstellungen ermöglicht. Die Akkus halten bis zu sieben Stunden durch - je nach Laustärke und der Qualität der Bluetooth-Verbindung. Die Ladebox liefert weitere 13 Stunden Saft, bis dann endgültig eine Steckdose her muss.

Insgesamt ein recht gutes Angebot für den Preis - klanglich macht den CX400 so schnell keiner etwas vor.

© SZ
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