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Betrügerische Trading-Plattformen:Der Fall des Wolfs

Der Fall des Wolfs

Gal B. hat nach Überzeugung der Wiener Richter weit mehr als 1300 Österreicher um mindestens 2,7 Millionen Euro geprellt. Illustration: Marc Herold

Der Betrug mit Internet-Anlageplattformen boomt, die Schäden sind gigantisch. In Wien wurde erstmals in Europa ein Drahtzieher verurteilt. Nun soll ihm womöglich auch in Deutschland der Prozess gemacht werden. Zwei mysteriöse Todesfälle erschweren die Aufklärung.

Von Uwe Ritzer, Wien/Saarbrücken

Stundenlang packte Alexander I. aus. Detailliert erklärte er den Ermittlern, wie er und seine Komplizen aus Callcentern in Serbien und Bulgarien heraus allein in Deutschland mehrere Tausend Menschen um ihr Geld gebracht haben. Sie gaben sich als Broker und Anlageexperten aus und lockten ihre Opfer in erfundene Online-Anlagegeschäfte auf Internetseiten mit Namen wie XTraderFX, Option Stars oder Golden Markets, mit denen angeblich auch Prominente wie Thomas Gottschalk, Dietrich Mateschitz oder Boris Becker Millionen verdient hätten. Alexander I. nannte den Fahndern Namen und Örtlichkeiten, erklärte ihnen Strukturen, beschrieb das kriminelle System - inklusive der Hintermänner.

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