Thyssenkrupp Chancen für Tata Steel

Thyssenkrupp hält das seit Jahren geplante Joint Venture mit Tata Steel Europa trotz Bedenken der EU-Wettbewerbshüter weiter für möglich. "Die Wettbewerbskommission hat die von Thyssenkrupp und Tata Steel vorgeschlagenen Nachbesserungen der Zusagen zum Anlass genommen, einen weiteren Markttest durchzuführen", sagte ein Thyssenkrupp-Sprecher am Sonntag. Zu den Ergebnissen des Tests sei man in andauernden Gesprächen mit der EU-Kommission. "Es gibt nach wie vor verschiedene Möglichkeiten, unsere bereits gemachten Zusagen anzupassen, ohne die wirtschaftliche Logik des Joint Ventures in Frage zu stellen." In der kommenden Woche sei ein weiteres Gespräch mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager geplant. Die Financial Times hatte unter Berufung auf Insider berichtet, dass eine Untersagung der Pläne zunehmend wahrscheinlich sei - es sei denn, die Konzerne würden bei ihren Zugeständnissen nachlegen. Vestager hatte Bedenken angemeldet, woraufhin die Konzerne den Verkauf von Geschäften angeboten haben. Die Wettbewerbshüter wollen bis zum 17. Juni eine Entscheidung treffen. Vor wenigen Monaten hatten sie einen Zusammenschluss der Bahngeschäfte von Siemens und dem französischen Konkurrenten Alstom untersagt.