Thyssenkrupp Aufsichtsrat stützt Wende

Von Benedikt Müller, Düsseldorf

Der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp hat einstimmig für die Kehrtwende bei dem Konzern votiert. Das hat die Firma am Dienstag mitgeteilt. Vorstandschef Guido Kerkhoff will Thyssenkrupp in eine schlanke Dachgesellschaft wandeln und den Sparten mehr Freiheit geben. Als ersten Schritt will der Konzern sein profitabelstes Geschäft mit Aufzügen an die Börse bringen, aber zunächst mehrheitlich daran beteiligt bleiben. Zudem will Thyssenkrupp Kosten senken und 6000 Stellen streichen, davon 4000 in Deutschland. Zuvor hatte die IG Metall eine Vereinbarung mit dem Vorstand getroffen. Demnach sieht der Konzern betriebsbedingte Kündigungen nur als "Ultima Ratio" an. Wenn sich Thyssenkrupp künftig von Sparten trennt, ist zunächst eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft nötig. Der Konzern ist nach gescheiterten Auslandsabenteuern vor Jahren hoch verschuldet und erwartet auch in diesem Jahr einen Verlust.