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Thyssen-Krupp:Aufzugsparte verkauft

Mit dem Verkauf seiner Aufzugsparte für 17,2 Milliarden Euro hat sich der schwer angeschlagene Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp finanziell Luft verschafft. Durch das am Freitag abgewickelte Geschäft verliert Thyssenkrupp aber zugleich seinen wertvollsten Unternehmenszweig und derzeit einzigen nennenswerten Gewinnbringer sowie mehr als 50 000 Mitarbeiter.

Vorstandschefin Martina Merz nannte den Verkauf an ein Konsortium um die Finanzinvestoren Advent und Cinven eine schwierige Entscheidung, die niemandem leichtgefallen sei. Der Eingang des Kaufpreises führe unmittelbar zu einem signifikanten Rückgang der Verschuldung und einer deutlichen Erhöhung des Eigenkapitals, so das Unternehmen. Geld der Förderbank KfW müssen die Essener jetzt nicht aufnehmen, eine Kreditlinie von einer Milliarde Euro sei nicht abgerufen worden.

© SZ vom 01.08.2020 / dpa

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