Tarifkonflikt bei der Flugsicherung Fluglotsen lehnen Schlichterspruch ab

Doch keine Einigung im Tarifkonflikt der Fluglotsen: Die Arbeitgeberseite hatte den Schlichterspruch zwar akzeptiert, die Gewerkschaft aber weist ihn zurück. Er sei in einigen Punkten unzureichend, teilten die Fluglotsen mit. Die Gespräche müssten weitergehen.

Im Tarifstreit mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) hat die Gewerkschaft der Fluglotsen (GdF) den Kompromissvorschlag des Schlichters abgelehnt. Der Verhandlungsführer der Arbeitnehmerseite, Dirk Vogelsang, machte klar, dass man die Schlichtungsempfehlung des Münchener Juristen Volker Riebel in einigen Punkten noch nicht für ausreichend halte. Die Arbeitgeberseite hatte dem Schlichterspruch zuvor zugestimmt.

Fluglotse im Tower des Frankfurter Flughafens (Archivbild). Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) hat die Arbeitgeberseite den Schlichterspruch akzeptiert. Die Arbeitnehmer lehnen jedoch ab.

(Foto: ddp)

Einen Streik der Fluglotsen, der den Flugverkehr über Deutschland weitgehend lahmlegen könnte, müssen Passagiere vorerst aber nicht befürchten. Die Gewerkschaft sprach sich dafür aus, die Verhandlungen weiterzuführen.

Darin werde es "nicht nur darum gehen können, wie man die Vereinbarungen schriftlich fixiert", mahnte GdF-Verhandlungsführer Vogelsang. An "einigen Stellen" müsse noch "nachgebessert werden". Über das Entgelt sei man sich weitgehend einig, strittig seien aber insbesondere die von der GdF verlangten Besetzungsregeln für bestimmte Stellen in der Flugsicherung, sagte der Rechtsanwalt.

Die bundeseigene DFS hatte hingegen erklärt, man werde dem Schlichterspruch zustimmen, obwohl dieser weitgehende Zugeständnisse des Unternehmens bedeute. Jetzt gehe es nur noch um redaktionelle Gespräche, um die Details der Verträge zu klären.