Stiftung Warentest Teuerste Matratze schneidet am schlechtesten ab

Wie so oft gilt: Die teuersten Matratzen schneiden im Test der Stiftung Warentest nicht alle besonders gut ab.

(Foto: dpa)

Die Stiftung Warentest hat die Qualität verschiedener Matratzen überprüft. Die besten sind oft schon für wenig Geld zu haben.

Für einen erholsamen Schlaf kann die Wahl der Matratze entscheidend sein. Wer eine neue Schlafunterlage sucht, steht allerdings vor einer schwierigen Aufgabe: Unzählige Anbieter tummeln sich auf dem Markt, die Preisunterschiede sind riesig. Und dann ist da ja auch noch die Frage: Seitenschläfer oder Rückenschläfer?

Trivial ist sie also nicht, die Suche nach der richtigen Matratze. Mit einer neuen Untersuchung gibt die Stiftung Warentest nun zumindest eine Entscheidungshilfe. Die Tester haben sich 20 Kaltschaummatratzen mit der Abmessung 90 mal 200 Zentimenter genauer angesehen. Das Ergebnis lässt sich so zusammenfassen: Eine gute Schlafunterlage muss nicht viel Geld kosten.

Ausgerechnet das teuerste Produkt im Test, die Sensation 19 von Tempur, fiel als schlechtestes Produkt auf. Die knapp 900 Euro teure Matratze bekam nur die Note 4,2. Als beste Matratze weist die Stiftung Warentest die "Bodyguard" des Direktversenders Bett1 aus, die schon in einem vorherigen Test geprüft wurde. Sie ist schon für vergleichsweise günstige 199 Euro zu haben und bekam die Note 1,8. Die günstigste Test-Matratze, das Modell Morgedal der schwedischen Möbelhauskette Ikea, landete im Mittelfeld (Note 2,5).

Die Testnoten im Überblick:

  • Bett1.de - Bodyguard (ca. 199 Euro, Note 1,8, Test von 2015)
  • Casper (ca. 475 Euro, Note 2,3)
  • Badenia - Irisette Dreams (ca. 229 Euro, Note 2,5)
  • Diamona - Blue Activ G (ca. 750 Euro, Note 2,5)
  • f.a.n. - Cumulus Med KS (ca. 262 Euro, Note 2,5)
  • Grafenfels - Weiss (ca. 279 Euro, Note 2,5)
  • Ikea - Morgedal Schaummatratze (ca. 149 Euro, Note 2,5)
  • Matratzen Concord - Yumi (ca. 400 Euro, Note 2,5)
  • Schlaraffia - Sky 200 (ca. 299 Euro, Note 2,5)
  • Breckle - Sunshine 200 (ca. 179 Euro, Note 2,6)
  • Otto - Paul-Paula (ca. 350 Euro, Note 2,6)
  • BeCo - Luxus Flex KS (ca. 180 Euro, Note 2,7)
  • Bettzeit - Felix (ca. 189 Euro, Note 2,7)
  • Hn8 - Joko (ca. 249 Euro, Note 3,6)
  • Tempur - Sensation 19 (ca. 895 Euro, Note 4,2)

Die Unterschiede bei der Bewertung ergeben sich nicht nur aus Aspekten wie Haltbarkeit oder Verarbeitungsqualität. Die Tester überprüften auch, für welchen "Schlaftyp" die Matratzen jeweils geeignet sind. Es gibt Matratzen, die eher was für kleine und leichte Menschen sind, andere dagegen taugen eher für schwere Menschen. Von insgesamt vier verschiedenen Schlaftypen gingen die Tester aus.

Viele Matratzen-Hersteller werben damit, dass ihr Modell für Jedermann passt. Laut den Prüfern stimmt dies aber nur bedingt. Lediglich der Testsieger kann demnach allen Schlaftypen empfohlen werden. Bei anderen Modellen müssen einige Kunden zumindest Abstriche machen. Besonders variabel sind neben der "Bodyguard" noch die "Casper"-Matratze des gleichnamigen Direktversenders, die "Irisette" von Badenia sowie die "Schlaraffia" Sky 200.

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