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Start-ups:Allianz zahlt Milliarde für Digitalfirmen

Die Allianz hat bereits 430 Millionen Euro in Digitalfirmen gesteckt. Nun erhöht der Konzern sein Investment in die Zukunft.

Die Allianz hat die Investitionssumme für Digitalunternehmen mehr als verdoppelt. Die darauf spezialisierte Tochter Allianz X erhält weitere 570 Millionen Euro. Als Startbudget hatte Allianz X 430 Millionen Euro erhalten und inzwischen in 15 Beteiligungen angelegt. Allianz X soll sich an digitalen Vorreitern beteiligen und so die Digitalisierung des Konzerns vorantreiben.

Die Führung in München ist zufrieden. "Über die Entwicklung und Fortschritte der Allianz X sind wir sehr erfreut und werden weiterhin in die nächste Generation digitaler Wachstumsunternehmen, die mit dem Kerngeschäft der Allianz verbunden sind, investieren und diese entwickeln", so Vorstand Iván de la Sota.

Allianz X investiert nur in Projekte, die sich auch für das Versicherungsgeschäft auszahlen sollen - so wie bei der Beteiligung an der Smartphone-Bank N26. Bei Premiumkonten des Geldhauses ist ein Versicherungspaket der Allianz mit dabei. Ähnlich ist es bei den 35 Millionen Dollar, die Allianz X in die indonesische Mobilitätsplattform Go-Jek gesteckt hat. Hier bestand zum Zeitpunkt des Deals schon eine Kooperation, von der Allianz kommt eine Krankenversicherung für vermittelte Motorradfahrer. Eine weitere Vorgabe für eine Transaktion: Die Zielunternehmen müssen aus einem von fünf Bereichen kommen. Das sind Mobilität, vernetzte Gebäude, vernetzte Gesundheit, Vermögensmanagement und Vorsorge sowie Datenintelligenz und Cybersicherheit. Ursprünglich war Allianz X mit dem Auftrag gestartet, neue Start-ups zur Marktreife zu begleiten. 2017 kam dann mit dem neuen Chef Nazim Cetin der Strategiewechsel hin zu bereits etablierten Unternehmen als Anlageziel. Cetim sieht in dem neuen Kurs den Vorteil, dass sich Anknüpfungspunkte für das operative Geschäft mit Versicherern der Allianz ergeben.

© SZ vom 21.02.2019
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