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Rekordgewinn im ersten Quartal:Apple verdient 6.000.000.000 Dollar

Dem ersten Paukenschlag lässt Apple den nächsten folgen: Konzernchef Steve Jobs tritt zwar krankheitsbedingt kürzer, doch er hinterlässt sein Unternehmen in Bestzustand.

Zum wiederholten Male hat Apple seine eigenen Rekorde eingestellt und im ersten Geschäftsquartal (Ende Dezember) unterm Strich sechs Milliarden Dollar verdient. Das ist fast doppelt so viel wie im bereits guten Vorjahreszeitraum.

Steve Jobs bei einer Präsentation in San Francisco im Juni 2010

Steve Jobs bei einer Präsentation in San Francisco im Juni 2010

(Foto: REUTERS)

"Wir hatten ein phänomenales Weihnachtsquartal mit Rekordverkäufen bei Mac, iPhone und iPad", verkündete Konzernchef Steve Jobs am Dienstag in einer Mitteilung. Der Umsatz schoss um 71 Prozent auf 26,7 Milliarden Dollar hoch. Damit übertraf der Technologieriese sogar die kühnsten Erwartungen der Analysten. Die Aktie stieg nachbörslich um ein knappes Prozent.

"Wir laufen unter Volldampf"

Die Nachricht, dass Jobs wegen gesundheitlicher Probleme auf unbestimmte Zeit ausfällt, hatte zu Wochenbeginn zu zunächst Kursverlusten geführt. Der 55-Jährige steht wie kein Zweiter für den Erfolg des Unternehmens. Er gilt als geistiger Vater der Produkte und hat Apple damit von einem Nischenanbieter für Computer zum wertvollsten Technologieunternehmen der Welt aufgebaut.

"Wir laufen unter Volldampf", sagte Jobs, "und wir haben in diesem Jahr einige aufregende Dinge in petto." Spekuliert wird unter anderem über eine neue Version des Tablet-Computers iPad, der sich im vergangenen Quartal 7,3 Millionen Mal verkaufte. Vom iPhone wurde Apple 16,2 Millionen Stück los und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die verkauften Mac-Computer summierten sich auf 4,1 Millionen, ein Plus von 23 Prozent. Nur bei den iPod-Musikspielern gingen die Verkäufe um 7 Prozent auf 19,5 Millionen zurück.

Die guten Apple-Zahlen beflügelten auch die Tokioter Börsen, die am Mittwoch Gewinne verzeichneten. Eine insgesamt zufriedenstellend verlaufende Berichtssaison in den USA hat auch in Japan die Erwartungen erhöht, dass die anstehenden Geschäftsberichte Signale für eine weitere Wirtschaftserholung liefern. Auch schwache Quartalsergebnisse der Citigroup änderten nichts an der guten Stimmung. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann am Vormittag 0,2 Prozent auf 10.538 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls 0,2 Prozent auf 933 Stellen zu.