Peugeot:Täuschend gute Zahlen

Die Umsatzzahlen, die der Opel-Käufer PSA am Mittwoch präsentiert hat, können täuschen. Sie kaschieren, dass der französische Autohersteller ausgerechnet auf dem Boommarkt China massive Probleme hat.

Von Leo Klimm, Paris

Die Umsatzzahlen, die der Opel-Käufer PSA präsentiert hat, können täuschen: Der französische Autohersteller hat die Erlöse im ersten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 zwar um 4,9 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro gesteigert. Doch ausgerechnet auf dem Boommarkt China hat PSA massive Probleme: Dort und in Südostasien brach der Absatz um 46 Prozent ein. Experten zufolge leiden die Kleinwagen der Marken Peugeot und Citroën unter der zunehmenden Konkurrenz einheimischer Hersteller. PSA-Chef Carlos Tavares hat zudem der Skandal um manipulierte Dieselmotoren eingeholt, der anfangs nur Volkswagen betraf. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Täuschung bei Motorentests. Der PSA-Konzern - dessen Diesel-Technologie bisher als besonders sauber galt - bestreitet die Vorwürfe. An dem im März verkündeten Opel-Kauf wird nicht gerüttelt: "Wir sind voll im Plan, um ihn bis Jahresende abzuschließen", so PSA.

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