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Neues Geschäftsfeld:Versicherer treffen auf eine Reihe von Hindernissen

Seit 2011 ist die Allianz an dem norwegischen Gasnetzbetreiber Gassled beteiligt, der über seine Pipelines Nordseegas an die Verbraucherländer liefert. Die Versicherer Munich Re, Swiss Life und Talanx gehören zu einem Konsortium, das sich 2011 am Stromnetzbetreiber Amprion beteiligte.

Auch für Projekte der Energiewende in Deutschland sehen sich Versicherer als natürliche Investoren. Allerdings treffen sie eine Reihe von Hindernissen. Da ist einmal das sogenannte Unbundling, gemeint ist damit die von der Politik verlangte Trennung von Stromherstellern und Netzbetreibern. Große Investoren wie die Allianz und etwa die Munich Re investieren in alternative Energien und haben deshalb Probleme, sich auch an Leitungsbetreibern zu beteiligen.

Dazu kommen aufsichtsrechtliche Vorschriften. Die neuen Eigenkapitalvorschriften Solvency II, die ab 2016 in Europa gelten sollen, bestrafen Investitionen in neue Energien. Dafür müssen Versicherer hohe Eigenkapitalquoten vorhalten - während sie ganz ohne Eigenkapitalunterlegung in Staatsanleihen von Euro-Ländern investieren dürfen.

Ein weiteres potenzielles Problem: Die Assekuranz fürchtet plötzliche, von Regierungen vorgenommene Änderungen an den Rahmenbedingungen, die langfristige Renditeberechnungen über den Haufen werfen. Für Empörung sorgte deshalb der Beschluss der spanischen Regierung, 2010 die Bedingungen für die Einspeisung von Solarstrom nachträglich zu ändern.

© SZ vom 08.08.2013/schma
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