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Nach Insolvenzantrag:Burger King will Filialen wieder eröffnen

  • Die 89 von der Pleite des Betreibers Yi-Ko betroffenen Burger-King-Restaurants in Deutschland sollen Anfang der nächsten Woche wieder öffnen.
  • Außerdem will Burger King dem Insolvenzverwalter erfahrene Führungskräfte zur Seite stellen und Mitarbeiter schulen.
  • Demnächst sollen die Filialen auch wieder mit lizensierten Produkten der Fast-Food-Kette beliefert werden.

Burger-King-Filialen stehen vor Wiedereröffnung

Die seit Wochen geschlossenen 89 Burger-King-Filialen stehen nach einer Lizenz-Einigung vor der baldigen Wiedereröffnung. Nach Verhandlungen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter der Betreibergesellschaft der Filialen erteilte Burger King diesem eine vorläufige Erlaubnis zur Nutzung der Marke, wie das Unternehmen mitteilte.

"Dadurch haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass die Restaurants Anfang der nächsten Woche wieder eröffnen können", erklärte der Deutschland-Chef der Fast-Food-Kette, Andreas Bork. Zusätzlich finanziere die Fast-Food-Kette den Neustart mit einem Massekredit in Millionenhöhe.

Mitarbeiter sollen trainiert werden

Am Mittwoch hatte die zu Yi-Ko gehörende Betreibergesellschaft der Filialen, die Burger King GmbH, Insolvenz angemeldet. Als weitere Punkte eines Aktionsplans will Burger King nun dem vorläufigen Insolvenzverwalter Marc Odebrecht operative Unterstützung durch erfahrene Führungskräfte zur Seite stellen und die Mitarbeiter trainieren, um die Standards des Unternehmens zu sichern. Außerdem sollen die Restaurants wieder mit lizenzierten Produkten der Fast-Food-Kette beliefert werden.

Die Lizenz-Erteilung hatte sich nach konstruktiven Gesprächen in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet. An welchem Tag genau die Restaurants wiedereröffnet werden, blieb zunächst offen. Dafür ist dem Vernehmen nach eine gewisse Vorlaufzeit notwendig.

Die Burger-King-Filialen hatten im November schließen müssen, nachdem die Fast-Food-Kette ihrem größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko nach dem Wirbel um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen fristlos gekündigt hatte. Weil Burger King Yi-Ko die Nutzung von Marke und Firmenlogo verbieten ließ und auch einen Lieferstopp verhängte, mussten die Restaurants mit ihren rund 3000 Beschäftigten bald schließen.

© SZ.de/dpa/Reuters/fie
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