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Streiks:Fluggäste der Lufthansa müssen sich auf Ausfälle einstellen

Gestrichene Flüge auf einer Anzeigetafel am Flughafen Berlin-Tegel

UFO kündigte an, die Arbeitskampfwelle könne auf andere Airlines des Konzerns ausgeweitet werden

(Foto: dpa)
  • Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat ihre Mitglieder dazu aufgerufen, am Donnerstag und Freitag für 48 Stunden bei der Lufthansa die Arbeit niederzulegen.
  • Nach einem internen Streit ist bei UFO ein neuer Vorstand im Amt - die Lufthansa ist aber der Ansicht, dass der nur noch aus zwei Personen bestehende Vorstand nicht vertretungsberechtigt sei.

Fluggäste der Lufthansa müssen sich in dieser Woche auf Flugausfälle einstellen: Die Flugbegleitergewerkschaft UFO rief ihre Mitglieder auf, am Donnerstag und Freitag für 48 Stunden bei der Haupt-Fluglinie Lufthansa die Arbeit niederzulegen.

Am Freitagmittag will die Gewerkschaft einen Protestmarsch und eine Kundgebung vor der Lufthansa-Konzernzentrale am Flughafen abhalten. Grund sei die Weigerung der Lufthansa, über Tarife zu verhandeln. UFO-Vizechef Daniel Flohr kündigte an, die Arbeitskampfwelle könne auf andere Airlines des Konzerns - also auf die Billigtochter Eurowings und den Ferienflieger Sunexpress - ausgeweitet werden.

Verdi erwägt Aufnahme von Tarifverhandlungen

Die große Mehrheit der UFO-Mitglieder hatte sich in einer Urabstimmung bis Ende letzter Woche für unbefristete Streiks bei allen Lufthansa-Betrieben ausgesprochen. Nach einem internen Streit ist bei UFO ein neuer Vorstand im Amt, den die Mitgliederversammlung vergangene Woche im Amt bestätigte. Zudem wurde eine Neuwahl nach vereinfachten Regeln beschlossen.

Das Unternehmen ist dagegen der Ansicht, der nur noch aus zwei Personen bestehende Vorstand sei nicht vertretungsberechtigt. Unterdessen prüfen Lufthansa und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Aufnahme von Tarifverhandlungen für das Kabinenpersonal.

Bei einem ersten Warnstreik am 20. Oktober waren der Lufthansa zufolge mehr als 100 Flüge ausgefallen, die Gewerkschaft gab die Zahl der Streichungen mit rund 200 an.

© SZ.de/Reuters/hgn
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