Jens Weidmann "Das stärkt mir den Rücken"

Jens Weidmann am Brandenburger Tor beim Wirtschaftsgipfel 2014 der Süddeutschen Zeitung in Berlin.

(Foto: Stephan Rumpf)

Der Bundesbankchef warnt: Das billige Geld der Europäischen Zentralbank kann kein Wachstum entfachen und birgt Risiken. Im EZB-Rat kämpft er weiter.

Interview von Markus Zydra

Jens Weidmann, 47, gilt vielen seiner Kollegen in Europa als notorischer Bedenkenträger. Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sieht er kritisch, die Wirtschaftspolitik in vielen Ländern hält er für verbesserungsfähig. Auch das Flüchtlingsdrama treibt ihn um.

SZ: Herr Weidmann, Hunderttausende Flüchtlinge fliehen vor Krieg und Elend nach Deutschland. Können wir das schaffen?

Jens Weidmann: Das Thema treibt uns alle um und lässt keinen kalt. Hinter den bedrückenden Bildern verbergen sich dramatische Schicksale. Den Zustrom an Flüchtlingen zu bewältigen, wird ...