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Investor verkauft Tiefkühlkosthersteller Iglo:Fischstäbchen für drei Milliarden Euro

Spinat mit "Blubb" oder "Fischstäbchen von Käpt'n Iglo": Mit Tiefkühlware erzielt Iglo satte Gewinne. Nun will der englische Investor Permira das Unternehmen verkaufen - für mehrere Milliarden Euro.

Der Käpt'n mit dem weißen Rauschebart und der blauen Mütze hat die Fischstäbchen der Marke Iglo berühmt gemacht. Das Geschäft mit tiefgekühltem Meeresgetier und Gemüse ist durchaus einträglich. Der Finanzinvestor Permira will den Tiefkühlkosthersteller für etwa drei Milliarden Euro verkaufen, wie die Financial Times Deutschland berichtet.

Finanzinvestor will offenbar Tiefkuehlkosthersteller Iglo verkaufen

Die Werbefigur Käpt'n Iglo hat die Fischstäbchen des Tiefkühlkostherstellers berühmt gemacht.

(Foto: dapd)

Das Private-Equity-Unternehmen aus London hatte Iglo 2006 für 1,7 Milliarden Euro von Unilever übernommen. Nach Angaben des Sunday Telegraph habe der Fischstäbchen-Anbieter 2011 einen operativen Gewinn von 325 Millionen Euro erzielt - das durchschnittliche Gewinnwachstum habe seit 2008 bei acht Prozent gelegen. Eigentlich war in diesem Frühjahr der Börsengang geplant.

Nun kommt es also anders: Permira habe unaufgefordert Kaufangebote für Iglo erhalten, die Bank Credit Suisse sei mit der Abwicklung des Verkaufs beauftragt worden, schreibt die FTD. Als mögliche Käufer bringt der Sunday Telegraph Beteiligungsfirmen wie Blackstone, BC Partners oder Cinven ins Spiel - aber auch einige asiatische Unternehmen dürften Interesse an der Tiefkühlkost zeigen.

Permira hatte Unilever neben "Bird's Eye Iglo" - unter diesem Namen firmiert das Unternehmen in Großbritannien - 2010 auch die italienische Tochter Findus abgekauft. Die Kooperation brachte Käpt'n Iglo wieder mit seinem italienischen Kollegen "Capitan Findus" zusammen. Den neuerlichen Besitzerwechsel erlebt die berühmte Werbefigur allerdings nicht mehr. Käpt'n Iglo alias Gerd Deutschmann ist im Dezember letzten Jahres mit 76 Jahren gestorben.