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Größte deutsche Fluggesellschaft:Lufthansa überrascht mit hohem Gewinn

Deutschlands größte Airline klagt über steigende Kerosinpreise und die Konkurrenz durch Billigflieger. Im Sommer hat die Lufthansa allerdings gut verdient. Ihren Sparkurs will sie dennoch fortsetzen.

Trotz hoher Kerosinpreise, hartem Wettbewerb und den Streiks der Flugbegleiter hat die Lufthansa im Sommer gut verdient. Zwischen Juli und September stieg der operative Gewinn der größten deutschen Fluggesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent auf 648 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem Minus gerechnet.

Grund für das überraschend gute Ergebnis seien die Sparten Flugzeugwartung und Bordverpflegung, teilte das Unternehmen mit. Im Kerngeschäft belasten dagegen die gestiegenen Treibstoffpreise das Ergebnis, erklärte Vorstandschef Christoph Franz . Insgesamt rechnet der Konzern in diesem Jahr im Vergleich zu 2011 mit 1,1 Milliarden Euro zusätzlichen Kerosinkosten - das wäre ein Fünftel mehr. (Ausführlicher Quartalsbericht als PDF hier)

In den ersten neun Monaten hat die Lufthansa dadurch 13,3 Prozent operativ weniger verdient. Dass der Konzern unter dem Strich einen Gewinnsprung verzeichnete, liege am Verkauf der defizitären Tochter British Midland, hieß es.

Außer den Kerosinpreisen spüre das Unternehmen die Konkurrenz durch Billig-Flieger sowie Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten, erklärte Franz. Der Konzern müsse sein Sparprogramm daher noch verschärfen. "Wir müssen uns deutlich steigern, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen."

Die Lufthansa durchläuft derzeit ein Sparprogramm. Der Konzern will unter anderem weltweit 3500 Stellen in der Verwaltung streichen. Im Gesamtjahr strebt die Fluglinie weiterhin einen operativen Gewinn im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich an. Das wäre ein Rückgang verglichen mit den 820 Millionen Euro im Jahr 2011.