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Flugsicherheit:Brandgefahr in 10 000 Meter Höhe

Tuifly und andere Fluggesellschaften verbieten bestimmte Macbooks an Bord. Die Akkus könnten brennen. Wer sein Gerät am Flughafen zurücklassen muss, hat ein Problem.

Bestimmte Apple-Laptops sind seit einigen Tagen bei einer Reihe von Airlines verboten. Tuifly weist seine Kunden laut Aussage eines Sprechers darauf hin, dass 15-Zoll-Macbook Pros nicht mehr mit an Bord genommen werden dürfen. Die Fluggäste werden am Gate und vor dem Boarding auf die neue Regel hingewiesen. Ähnlich handhaben es laut der Nachrichtenagentur Bloomberg Thomas Cook, Condor, Air Italy und Air Transat.

Die neue Regel geht auf eine Warnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (AESA) vom 1. August zurück. Darin weist die Behörde Fluglinien auf einen Rückruf des entsprechenden Apple-Produkts hin, wegen Brandgefahr der Akkus. In solchen Fällen ist es laut dem Tui-Sprecher Standard, dass die Geräte nicht mehr an Bord dürfen. Sollten sie dennoch versehentlich ins Flugzeug gelangen, müssen sie ausgeschaltet sein und dürfen nicht genutzt werden. Auch die US-Flugsicherheitsbehörde FAA hat eine entsprechende Warnung an die US-Airlines herausgegeben. Konkret geht es um 15-Zoll-Macbook Pros, die zwischen 2015 und 2017 verkauft wurden. Apple hatte im Juni mitgeteilt, dass bei "einer beschränkten Zahl" dieser Modelle die Batterien überhitzen und ein Brandrisiko darstellen könnten. Kunden sollten die betreffenden Modelle für einen Batterietausch zurückschicken.

Laut einem kanadischen Bericht geht es um über 450 000 Laptops allein in den USA und Kanada. Wie viele in Europa verkauft wurden, ist unklar. Laptop-Besitzer können auf der Webseite von Apple prüfen, ob ihr Modell betroffen ist, Apple tauscht dann kostenlos den Akku des Geräts aus. Geräte mit im Zuge der Rückrufaktion bereits ausgetauschter Batterie dürfen mit an Bord genommen werden.

Kunden, die nicht ausschließen können, dass ihr 15-Zoll-Modell zu den betroffenen Produkten gehört, müssen die Geräte zurücklassen. Nach Angaben von Tui sind deshalb in den vergangenen Tagen bereits einige Macbooks am Startflughafen verblieben. Das Problem: Weil auch der Versand der Geräte per Flugzeug verboten ist, könnten sie den Kunden nur auf dem Landweg hinterhergeschickt werden.

Unklar ist bislang, wie andere große Fluglinien auf die EASA-Warnung reagieren. Ein Lufthansa-Sprecher sagte auf Anfrage nur, es gebe ein generelles Verbot, "defekte oder zurückgerufene Geräte" an Bord zu nehmen - darunter fielen auch die entsprechenden Macbooks.