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EU-Liste:Zehn neue Steueroasen

Die EU hat weitere Länder auf ihre schwarze Liste der Steuerparadiese gesetzt - darunter Bermuda, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman.

Die Europäische Union hat zehn weitere Staaten und Gebiete auf ihre schwarze Liste der Steueroasen gesetzt. Die EU-Finanzminister nannten bei ihrem Treffen am Dienstag unter anderem das britische Überseegebiet Bermuda, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman. Damit hat die EU jetzt insgesamt 15 Länder als Steueroasen gebrandmarkt. Bisher befanden sich fünf Länder und Gebiete auf der schwarzen Liste: die Amerikanischen Jungferninseln, Amerikanisch-Samoa, Guam, Samoa sowie Trinidad und Tobago. Hinzu kamen nun auch Aruba, Barbados, Belize, Fidschi, die Marshallinseln, Vanuatu und Dominica. Die Liste war Ende 2017 nach den Enthüllungen der Panama Papers über Firmengeflechte und Briefkastenfirmen in Steueroasen erstellt worden. Die EU hatte ursprünglich den Dialog mit gut 90 Ländern gesucht. "Die Steueroasenliste ist ein echter europäischer Erfolg", sagte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. "Dank der Liste haben Dutzende Länder schädliche Steuersysteme beseitigt, und sie haben sich auf internationale Transparenzstandards und faire Besteuerung hinbewegt." Neben der schwarzen Liste stehen 34 weitere Staaten und Gebiete auf einer grauen Liste - unter anderem die Kaimaninseln. Die EU untersucht deren zweifelhafte Steuerpraktiken nun genauer.