Dürre Ministerium will Ende August über Hilfe für Bauern entscheiden

Ein Traktor pflügt ein abgeerntetes Getreidefeld um.

(Foto: dpa)
  • Angesichts der Hitzeschäden fordert Bauernpräsident Rukwied finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern.
  • Die Bundesregierung will ab Ende August über zusätzliche Hilfen für Bauern entscheiden.

Bevor Bund und Länder am Dienstag über die Folgen der Dürre für die Landwirtschaft beraten, hat Bauernpräsident Joachim Rukwied finanzielle Unterstützung gefordert. "Eine Milliarde Euro wäre wünschenswert, um die Ausfälle auszugleichen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir fordern jetzt Liquiditätshilfen, damit wir Betriebe, deren Ertrag mehr als 30 Prozent unter dem Schnitt der letzten Jahre liegt, direkt unterstützen können." Zudem müsse eine Risikoausgleichsrücklage eingeführt werden - sodass Landwirte in guten Jahren nicht den kompletten Gewinn versteuern und so Rücklagen bilden können.

Nach Darstellung von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) ist das Bild in der Landwirtschaft derzeit sehr unterschiedlich. Während die Winzer mit einem sehr guten Jahrgang rechnen dürften, treibe manche Landwirte die Sorge um ihre Existenz um, sagte sie am Sonntagabend. Klöckner will das Kabinett am Mittwoch über die Auswirkungen der Dürre auf die Landwirtschaft informieren.

Die Bundesregierung will ab Ende August über zusätzliche Hilfen für Bauern wegen der großen Hitze und Trockenheit entscheiden, ergänzte eine Ministeriumssprecherin am Montag. Dann liege der vollständige Erntebericht vor, den man abwarten müsse. Beim für Dienstag geplanten Bund-Länder-Treffen auf Arbeitsebene sei nur eine "erste Bestandsaufnahme" möglich.

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