Bundestag Linke kritisieren Baukindergeld

Das Baukindergeld sollte den Neubau ankurbeln - doch in den ersten Monaten lockt die Leistung vor allem Familien, die sich ein bestehendes Haus oder eine Wohnung kaufen. Für Neubauvorhaben gehen deutlich weniger Anträge ein, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay hervorgeht. Demnach wurde bis Ende November nur jeder achte Antrag für ein Neubauvorhaben gestellt, 87,7 Prozent der Anträge betrafen den Erwerb von Bestandsimmobilien. "Das Baukindergeld verfehlt klar seinen Zweck", kritisierte Lay. Anstatt den Neubau von Wohnungen anzukurbeln, subventioniere es den Kauf bestehender Häuser. Gefördert werde damit vor allem die Mittelschicht auf dem Land. Für Entspannung auf dem städtischen Wohnungsmarkt für Geringverdiener sorge es dagegen nicht. Das Baukindergeld soll Familien beim Erwerb von Eigentum helfen. Für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie gibt es einen staatlichen Zuschuss von 1200 Euro je Kind und Jahr, gezahlt über zehn Jahre: also 12 000 Euro pro Kind. Bis Jahresende wurden 56 435 Anträge von Familien bewilligt.