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Buchhandel:Ärger für Weltbild

Nach Angaben des Betriebsrats hat die Warenkreditversicherung Euler Hermes die Verträge mit der Buchhandelsgruppe gekündigt. Das bedeutet, dass Weltbild von manchen Lieferanten nur gegen Vorkasse bedient wird.

Die ehemals insolvente Buchhandelsgruppe Weltbild kommt nicht zur Ruhe. Laut Betriebsrat hat die Warenkreditversicherung Euler Hermes die Verträge mit Weltbild bereits Mitte März gekündigt. Das bedeutet, dass manche Verlage von dem Buchhändler, der sich seit der Übernahme durch den Investor Droege in der Sanierung befindet, Vorkasse für Lieferungen fordern könnten. "Für ein Versandunternehmen ist das der Gau", sagt Verdi-Gewerkschafter Timm Bossmann. Für die Belegschaftsvertreter ist die Kündigung ein weiteres Indiz für Fehlentscheidungen der Geschäftsführung. Euler Hermes sei während der Insolvenz von der Zukunftsfähigkeit von Weltbild überzeugt gewesen. Innerhalb kürzester Zeit sei es gelungen, "diesen wichtigen Partner für Weltbild davonzujagen", so Bossmann. Ex-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz glaubt nicht an Zahlungsprobleme. "Als Minderheitsgesellschafter hätte ich davon erfahren." In einer Weltbild-Stellungnahme heißt es, die Firma sei "solide finanziert", die Warenversorgung sicher. "Wir haben mit jedem Lieferanten eine gute Lösung gefunden, um diese Übergangsphase gemeinsam zu gestalten."

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