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Bayer:Der Vorstand wird verkleinert

Mit der Übernahme von Monsanto hat sich der Dax-Konzern Bayer auf einen Schlag deutlich vergrößert. Die Lasten werden vom kommenden Jahr an aber weniger Vorstände tragen. Bayer verkleinert das Gremium um zwei auf fünf Mitglieder. Hartmut Klusik, 63, und Kemal Malik, 56, werden das Unternehmen Ende des Jahres verlassen, teilte der Konzern am Dienstag nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Die Maßnahme sei Teil des im Herbst verkündeten Effizienzprogramms. Noch mehr Aufgaben und mehr Macht bekommt Vorstandschef Werner Baumann, 56. Er übernimmt von Klusik die Aufgaben Nachhaltigkeit und Personal, dazu auch den Posten des Arbeitsdirektors der Bayer AG. Damit mach Baumann auch den geplanten Stellenabbau zur Chefsache.

Im November hatte er angekündigt, bis 2021 etwa jede zehnte Stelle im Konzern streichen zu wollen, insgesamt 12 000 Arbeitsplätze, davon ein signifikanter Anteil in Deutschland. Baumann wird sich künftig auch um die noch von Malik verantwortete Einheit "Leaps by Bayer" kümmern, die, wie es in der Mitteilung heißt, früh in bahnbrechende Technologien investiert. Finanzvorstand Wolfang Nickl bekommt zusätzlich den Bereich "Engineering and Technology". Klusiks Vertrag endete ohnehin zum Jahresende, Malik geht zwei Jahre früher als geplant. Bayer spart zumindest viel Geld. Laut Geschäftsbericht beliefen sich die Gesamtbezüge von Klusik im vergangenen Jahr auf fast 2,5 Millionen Euro, die von Malik auf knapp 2,6 Millionen Euro. Durch die Übernahme von Monsanto für 63 Milliarden Dollar hat sich Bayer enorme Schulden aufgehalst und muss sparen. Am 14. September 2016 hatten Baumann und der damalige Monsanto-Chef Hugh Grant die Übernahme offziell verkündet. Der Vollzug zog sich dann bis zum Sommer 2018 hin.

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