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Banken:Häufiger Strafzinsen

In der Corona-Pandemie sparen viele Menschen Geld, doch immer häufiger werden größere Summen zum Minusgeschäft. Inzwischen verlangen 300 Banken und Sparkassen vor allem für Tagesgeld ein sogenanntes Verwahrentgelt von meist 0,5 Prozent, so das Vergleichsportal Verivox. Allein dieses Jahr führten mehr als 100 Geldhäuser Strafzinsen ein. "In der Pandemie legen viele Verbraucher ihr Geld lieber aufs Konto, statt es auszugeben. Für Banken ist das ein Problem, denn sie zahlen selbst Strafzinsen auf überschüssige Einlagen", so Oliver Maier von Verivox. "Je mehr Spargelder sie annehmen müssen, desto größer wird der Druck auf die Kreditinstitute, diese Kosten an ihre Kunden weiterzugeben." Die Sparquote in Deutschland war 2020 auf das Rekordhoch von 16,3 Prozent gestiegen.

© SZ vom 12.04.2021 / dpa
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