Athen in Bedrängnis Griechenlands doppelte Tragödie

Die neue Regierung in Athen hätte sich als die große Chance Europas präsentieren können. Doch diese Gelegenheit wurde von der Syriza-Regierung vertan, weil sie den Unterschied zwischen Wahlkampf und Regierungshandeln ganz offensichtlich nicht verstanden hat.

Gastkommentar von Joschka Fischer

Griechenland muss einem leidtun. Zuerst, nach 2009, wurde es zum Experimentierfeld für eine die Wirtschaftskrise des Landes noch verstärkende Austeritätspolitik der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank, und Internationalem Währungsfonds. Dann haben die Griechen eine Regierung gewählt, die offensichtlich wild entschlossen ist, das Land endgültig in den Abgrund zu stürzen.

Dabei hatte die neu gewählte Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras zu Beginn ihrer Amtszeit eine sehr große Chance, eine Chance, die sie allerdings im Rausch des Wahlsieges in kürzester Zeit vertan ...