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Argentinien:Angst vor erneuter Pleite

Der klare Vorsprung der Opposition bei einer Testwahl schürt die Furcht vor einer Staatspleite in Argentinien. Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets argentinischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuerte sich auf mehr als 2,1 Millionen Dollar, teilte der Datenanbieter Markit mit. Das ist doppelt so viel wie am vergangenen Freitag und der höchste Stand seit fünf Jahren. Nach Ansicht der Experten ist eine Staatspleite wahrscheinlicher geworden. Bei der Vorwahl war Alberto Fernández, der mit Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner antritt, deutlich vor Amtsinhaber Mauricio Macri gelandet. Investoren fürchten bei einem Wahlsieg von Fernández eine Abkehr von Macris Wirtschaftspolitik. Der Peso brach seit Montag um zunächst 18 Prozent ein. Der Aktienindex gab fast 40 Prozent nach, das ist der zweitgrößte Rückgang binnen eines Tages an irgendeiner Börse seit 1950. Am Dienstag legte der Index knapp sechs Prozent zu.