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Adidas:Kurzarbeit für 1200 Beschäftigte

Der fränkische Sportartikelkonzern Adidas meldet für zunächst 1200 Mitarbeiter in Deutschland wegen der Coronakrise Kurzarbeit an. Der Vereinbarung mit den Betriebsräten zufolge sollen die Beschäftigten in den eigenen Adidas-Geschäften sowie in der Produktion in Uffenheim und Scheinfeld von Mittwoch an Überstunden abbauen, bezahlten Urlaub nehmen und kurzarbeiten, wie Adidas am Dienstag in Herzogenaurach mitteilte. "Für weitere Standorte und Berufsgruppen befinden wir uns mit den zuständigen Betriebsräten im Austausch", hieß es in der Mitteilung weiter.

Die Läden sind seit fast zwei Wochen auf Geheiß der Behörden geschlossen, um die Coronavirus-Pandemie einzudämmen. Mit der Entscheidung, die Mietzahlungen für die Ladenimmobilien ab April vorläufig auszusetzen, hatte Adidas-Chef Kasper Rorsted den Unmut zahlreicher Politiker auf sich gezogen. Der fränkische Rivale Puma hatte bereits vor einer Woche bis Ostern Kurzarbeit für rund 1400 Mitarbeiter angemeldet.

Um angesichts der Umsatzausfälle das Geld zusammenzuhalten, hat Adidas zudem ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm abgesagt. Bereits vor zwei Wochen hatte der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller den Rückkauf im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro ausgesetzt, jetzt ist er formal auch für den Rest des Jahres gestoppt. Der Konzern wolle damit seine "finanzielle Flexibilität" in der Krise erhalten, hieß es.

© SZ vom 01.04.2020 / Reuters

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