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Air Asia:Allianz ist wichtigster Versicherer der vermissten Maschine

  • Die Allianz ist nach eigener Einschätzung der wichtigste Versicherer der vermissten Air-Asia-Maschine.
  • Auch für die verunglückten Malaysian-Airlines-Flüge MH17 und MH370 muss die Allianz zahlen.
  • Die Aktienkurse der Air Asia brechen ein.

Allianz wichtigster Versicherer von QZ 8501

Die deutsche Allianz ist wichtigster Rückversicherer der vermissten Maschine der malaysischen Fluggesellschaft Air Asia. "Wir können bestätigen, dass Allianz Global Corporate & Speciality UK (AGCS) der Hauptversicherer für Luftkasko und Schadenersatz bei Air Asia ist", erklärte eine Firmensprecherin.

Sollte sich der Absturz der Air-Asia-Maschine bestätigen, würde die Allianz erneut empfindlich von einem Flugzeugunglück getroffen werden. AGCS ist auch Hauptversicherer für Malaysian Airlines, die in diesem Jahr zwei Maschinen verloren hat. Im März verschwand Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos. An Bord waren 239 Menschen. Im Juli stürzte Flug MH17 über der Ostukraine ab, nachdem die Maschine vermutlich durch Raketenbeschuss zum Absturz gebracht worden war. Dabei starben alle 298 Passagiere.

Air-Asia-Aktie bricht ein

Das Verschwinden des Air-Asia-Flugzeugs in Südostasien verunsicherte auch die Aktionäre der Fluggesellschaft. Zeitweise brachen die Papiere um fast 13 Prozent ein, bevor sie sich etwas erholten. Zuletzt notierten sie noch etwa acht Prozent tiefer.

Das Verschwinden des Airbus A320 sei für viele Anleger besorgniserregend, sagte ein Analyst. Die Stimmung der Investoren könnte sich mit Blick auf malaysische Fluggesellschaften verschlechtern, nachdem innerhalb kurzer Zeit wiederholt eine Airline aus dem Land von einem vermutlichen Unglück betroffen sei. Der Air-Asia-Konkurrent Malaysia Airlines schreibt nach zwei Katastrophen in diesem Jahr hohe Verluste.

Die Fluggesellschaft Air Asia

Air Asia ist eins der größten Billigflugunternehmen der Welt. Die 2001 in Malaysia gegründete Firma hat nach eigenen Angaben bereits 217 Millionen Passagiere befördert und dominiert in ihrem Heimatmarkt fast die Hälfte des Marktes. Air Asia fliegt mit mehr als 150 Maschinen vor allem Ziele in Asien an. Es hat bislang keinen größeren technischen Zwischenfall gegeben. Die nun verschwundene Maschine wurde von Indonesia Air Asia betrieben, die zu 49 Prozent der Muttergesellschaft Air Asia aus Malaysia gehört.

© SZ.de/Reuters/dpa/jasch/chwa

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