EnBW mit hohen Verlusten

Energiewende belastet Stromanbieter

Die Energiekonzerne klagen schon lange über die hohen Belastungen in Folge des Atomausstiegs, nun sind die ersten Kosten auch in den Bilanzen sichtbar: EnBW meldet einen Verlust von mehr als 800 Millionen Euro. Noch ist die Energiewende aber gar nicht abgeschlossen - die wirkliche Belastungsprobe steht erst bevor.

Stromhändler gefährden Energieversorgung

Gier bis zum Blackout

Der deutsche Strommarkt wurde offenbar während der Kältewelle durch gefährliche Handelsgeschäfte an den Rand eines Zusammenbruchs gebracht. Die Empörung ist groß - und die Bundesnetzagentur droht den Händlern mit Konsequenzen.

Strom und Gas werden teurer

Fast 300 Anbieter erhöhen die Preise

Millionen Haushalte müssen im nächsten Jahr womöglich mehr Geld für Strom und Gas zahlen: Manche Anbieter verdoppeln ihre Preise sogar fast.

Homann wird neuer Präsident der Bundesnetzagentur
Politik kompakt

Wirtschaftsstaatssekretär Homann soll Chef der Bundesnetzagentur werden

Staatssekretär Jochen Homann soll nach dem Willen von Wirtschaftsminister Philipp Rösler neuer Präsident der Bundesnetzagentur werden. Ein Ministeriumssprecher bestätigte entsprechende Medienberichte.

Kurzmeldungen im Überblick

Paar wegen Erpressung Berlusconis in Haft - Dieser: ´Scheißland" 13 Bilder
Worte der Woche

"Ich verlasse dieses Scheißland"

Silvio Berlusconi hat genug von Italien, Angela Merkel gibt Nachhilfe in Diktaturabwicklung und Klaus Wowereit macht sich Gedanken zur Damenwahl. Und eine lang vermisste Ausreißerin ist endlich gefasst.

Die Worte der Woche in Bildern.

Kernkraftwerk Isar
Atomausstieg in Deutschland

Ein abgeschaltetes AKW soll wieder ans Netz

Der Atomausstieg wird aufgeweicht: Seit der Katastrophe von Fukushima sind sieben Atomkraftwerke abgeschaltet. Nun soll nach Einschätzung der Bundesnetzagentur eines wieder ans Netz gehen - als Reserve-Reaktor. Deutschland droht sonst eine Lücke bei der Stromversorgung.

Von Markus Balser

Deutschland nach dem Atomausstieg

Stromausfall? Fällt aus!

Sämtliche deutsche Kernkraftwerke könnten sogar bis 2017 vom Netz gehen, ohne dass die Versorgung darunter leidet, vermuten Experten. Letztlich ist der Atomausstieg eher eine Frage des Preises. Und für Deutschland als Industrienation mehr Chance als Risiko.

Von Christopher Schrader

Ein Mitarbeiter des Kernkraftwerks Krümmel bei Geesthacht während Wartungsarbeiten neben dem Brennelemente-Lagerbecken und dem Flutraum mit dem geöffneten Reaktor.
Energiewende: Fragen und Antworten

Atomausstieg - und jetzt?

Der neue Atomausstieg ist da: 2022 soll der letzte Meiler vom Netz. Doch der Beschluss der schwarz-gelben Koalition wirft neue Fragen auf: Wie könnte das Modell eines Reserve-Reaktors funktionieren? Was passiert mit der Brennelementesteuer? Und gibt es auch ohne Atomkraftwerke genug Strom? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Bundesnetzagentur - Matthias Kurth
Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurth

"Kalte Tage ohne Sonne"

Im Sommer wird genug Strom da sein, an Pfingsten wird es eng, im Winter könnte das Netz überlastet sein: Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, warnt vor Engpässen durch den Atomausstieg.

Interview: Michael Bauchmüller

Atomkraftwerk Biblis
Debatte um Atomausstieg

Umweltminister wollen alte Meiler endgültig stilllegen

Die im Zuge des Moratoriums abgeschalteten Atomkraftwerke sollen nicht wieder ans Netz: Darauf haben sich die Umweltminister von Bund und Ländern geeinigt. In der Koalition bahnt sich ein neuer Streit um die Atomsteuer an - vor allem die FDP stemmt sich gegen deren Abschaffung.

Atomkraftwerke in Deutschland

Da waren's nur noch vier

Deutschland muss für einige Zeit mit nur vier AKWs auskommen: Sieben der 17 Meiler sind aufgrund des Moratoriums nicht am Netz, weitere Anlagen werden gewartet. Von diesem Samstag an liefern die Reaktoren nur noch zehn Prozent des deutschen Stroms - und damit halb so viel wie Sonne und Wind.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Atomkraftwerk Grohnde
Kosten der Energiewende

Stadtwerke wollen Atommeiler ersetzen

Wer den Atomausstieg will, muss das Stromnetz ausbauen - die Bundesnetzagentur sagt nun, wie viel die neuen Trassen wohl kosten werden. Die Stadtwerke kündigen derweil Milliardeninvestitionen an, wenn der Ausstieg sicher kommt.

Discounter Lidl
Wirtschaft kompakt

Wenn der Chef streikt

Zoff beim französischen Lidl: Ein Filialleiter geht auf die Straße, weil er die Arbeitsbedingungen seiner Angestellten "höllisch" findet. Außerdem: Yahoo schwimmt weiter ohne Auftrieb. Das wichtigste in Kürze.

Ägypten wieder offline
Meinungsvielfalt im Internet

Angst vor Google und Co.

Nicht nur Diktaturen wollen sich Netz- und Informationsmonopole sichern. Auch in Demokratien gibt es "private" Mogule, die eine totalitäre Kontrolle über Informationen anstreben.

Von Matthias Kurth

BGH urteilt im Streit um Netzentgelte von Vattenfall
Teure Energie

Netzagentur attackiert Stromkonzerne

Der Strom wird teurer und teurer, etliche Versorger erhöhen zum Jahreswechsel die Preise. Kleiner Tipp der Bundesnetzagentur: Einfach mal den Anbieter wechseln - und zwar rasch.

Von Markus Balser

Die Milliardenförderung von Solar- und Windanlagen wird durch Beiträge von allen Stromkunden finanziert - der Boom der erneuerbaren Energien wird für die Verbraucher teuer.
Strompreise steigen

Grünes Gewissen, teuer bezahlt

Milliarden für erneuerbare Energien: Die Förderung von Ökostrom lässt die Preise für alle steigen - wegen der Umlage.

Von Markus Balser

RWE und Siemens bauen Riesen-Windpark in die irische See
Netzagentur-Chef Kurth

"Die Ziele sind in Gefahr"

Stau auf der Stromautobahn: Netzagentur-Chef Matthias Kurth über die Probleme bei der Energiewende, Schäden durch Blackouts - und das Dilemma der Windparkbetreiber.

Interview: Markus Balser

Rapsbluete in Brandenburg
Regionalverkehr

Ohne Aufschlag aufs Land

Bahnpendler können in ländlichen Regionen ab 2012 mit günstigeren Preisen rechnen. Bundesnetzagentur und Bahn haben sich auf den Wegfall der regionalen Sonderaufschläge geeinigt.

German Weekly Cabinet Meeting
Netzneutralität

Aigner greift Google und Verizon an

Verbraucherschutzministerin Aigner lehnt "Eintrittsgelder" für schnelle Internetdienste ab - doch bei den Telekom-Anbietern wachsen die Begehrlichkeiten.

Von Varinia Bernau

Wechsel des Stromanbieters

Deutschland traut sich - langsam

Im laufenden Jahr werden voraussichtlich doppelt so viele Kunden ihren Stromanbieter wechseln wie 2006.

Internet-Telefonie

Wenn die Nummern knapp werden

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation geht gegen Anbieter von Internet-Telefonie vor. Ihre Begründung: Eine Rufnummern-Misere in Deutschland.

Regulierer greift durch

Strom und Gas sollen billiger werden

Die Bundesnetzagentur kämpft weiter für niedrigere Energiepreise. Mit E.ON knöpfte sie sich nach RWE, Vattenfall und EnBW den nächsten Großversorger vor und verdonnerte ihn zu niedrigeren Durchleitungsgebühren für Strom und Gas.

0190er-Missbrauch

Der Wachhund packt zu

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation belässt es nicht mehr beim Kläffen: Angesichts einer wachsenden Zahl von Beschwerden über heimlich installierte Internet-Anwahldienste, die Telefonrechnungen in vier- oder gar fünfstelliger Höhe verursachen, beißen die Aufseher jetzt zu. Künftig sollen Höchstpreise gelten.

Internet-Telefonie

Eine neue Vorwahl in der Telefonwelt

Das Telefonieren per Internet, dem viele Fachleute eine große Zukunft vorhersagen, wird auch in Deutschland schon bald konkrete Formen annehmen.

Von hen.

Preissenkung der Telekom

"Eine klare Mischkalkulation"

Mit einem rundum reformierten Tarifmodell will die Telekom ihren anhaltenden Verlust von Marktanteilen stoppen. Die Angebote der Konkurrenz seien für den Durchschnitts-Telefonierer aber meist immer noch günstiger, meinen Verbraucherschützer.