Zum Tod von Hubert de Givenchy:Der Meister der schlichten Eleganz

Hubert de Givenchy machte mit einem Kleid für Audrey Hepburn das "kleine Schwarze" populär. Seine Entwürfe galten in den 50er und 60er Jahren als ideal für die moderne, selbstständige Frau. Deren elegantem Auftreten widmete er sein Leben.

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Cocktail-Kleid für über 600 000 Euro versteigert

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Damit ist er weltberühmt geworden: Schauspielerin Audrey Hepburn trägt in Frühstück bei Tiffany (1961) ein Cocktail-Kleid von Hubert de Givenchy. Der Film wird zum Klassiker und das kleine Schwarze auch. Hepburn gilt als Muse des Modedesigners. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1993 bleiben die beiden eng verbunden, Givenchy veröffentlicht sogar eine Biographie über die Schauspielerin.

Cocktail-Kleid für über 600 000 Euro versteigert

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Das berühmte kleine Schwarze wird 2006 im Auktionshaus Christie's in London für umgerechnet 692 000 Euro versteigert. Damit ist es das teuerste Kleid der Filmgeschichte. Und es gilt als Musterbeispiel für Givenchys Modestil: klassische, schnörkellose Eleganz.

HUBERT DE GIVENCHY-COUTURE

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Givenchy, hier im Jahr 1957 an Bord eines Flugzeuges, wächst in einer protestantischen Familie auf. Dort lernt er, eigenen Angaben nach, vor allem die Disziplin, die er für seinen Erfolg braucht. Bereits mit 24 Jahren gründet der gebürtige Franzose sein eigenes Modehaus.

Givenchy

Quelle: AP

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Anders als bei vielen seiner Berufskollegen war für Givenchy stets die Beschaffenheit des Stoffes Ausgangspunkt für seine Entwürfe. Die Form folgte dem Stoff und nicht umgekehrt. Elegant und trotzdem angenehm zu tragen - damit galt seine Mode als ideal für die selbstständige und aktive Frau. Eine Regel, gegen die seiner nach Meinung, oft verstoßen wird. "Die Stoffe werden gequält, ihre Materialität wird nicht respektiert", sagte der Designer 2010 in einem Interview.

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Durch seine Modelle beeinflusste Givenchy mehrfach den Modetrend - wie etwa die Cocktailkleid-Mode mit diesem roten Satin-Kleid samt Federschmuck aus dem Jahr 1988. Aber er kreierte auch die weißen Bluse als Modeobjekt, das Etuikleid und den Trichterkragen.

FRANCE-FASHION-LOULOU DE LA FALAISE-OBITUARY

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Mit seinen Entwürfen sicherte sich Givenchy einen Platz in der Riege der großen Modeschöpfer wie hier mit Yves Saint-Laurent (Mitte) im Jahr 1991. Als sein Vorbild nannte Givenchy stets den Modeschöpfer und "Gralshüter der Eleganz" genannten Cristóbal Balenciaga.

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Zum Ende seiner Modeschauen trat Givenchy traditionell in einem weißen Arbeitsmantel auf die Bühne. Ende 1995 zog der Designer sich aus dem Geschäft zurück. Bis dahin soll es kein Kleidungsstück aus seinem Haus gegeben haben, dessen Stoff er nicht selbst ausgesucht und deren Entwurf er nicht selbst gezeichnet hatte.

Hubert de Givenchy gestorben

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Neben bekannten Schauspielerin wie Hepburn, Grace Kelly, Elizabeth Taylor und Marlene Dietrich schneiderte Givenchy auch für die frühere First Lady Jackie Kennedy. Die Eleganz, die diese Frauen ausstrahlten sei heute allerdings passé, sagte Givenchy einst. Seine letzten Jahre verbrachte der Modedesigner auf einem Landsitz südwestlich von Paris und in der französischen Hauptstadt. Nun ist er im Alter von 91 Jahren friedlich entschlafen.

© SZ.de/afp/dpa/eca/lot
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