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Test:Welches Billig-Fitnessstudio ist das beste?

Der Sommer naht - höchste Zeit, die Figur in Form zu bringen. Aber in welchem Studio? Wir haben Fitnessketten getestet, die weniger als 50 Euro im Monat kosten.

Von Jan Stremmel

Die Statistik legt nahe, dass man sich diese Seite sparen kann. Schließlich hat sich demnach jeder achte Deutsche bereits entschieden: Zehn Millionen Menschen sind Mitglied in einem Fitnessstudio. Ein sagenhafter Boom. Allerdings sorgt er auch für laufend neue Angebote. Ständig entstehen neue Ketten, vor allem im Billigsegment. Für alte Studios mag das desaströs sein, für die Kunden ist es gut.

Worauf sollte man bei der Suche nach einem geeigneten Fitnessklub achten? Eri Trostl, "Personal Trainerin des Jahres 2015" aus München, wo auch alle Studios getestet wurden, rät: "Fragen Sie sich, was Ihnen wichtig ist. Reichen Geräte und Gewichte? Brauchen Sie Kurse, weil Sie sich nur in der Gruppe motivieren können? Hätten Sie gern ein Wellnessangebot?"

Was die Sportgeräte angeht, sagt Trostl, gebe es heute kaum noch Qualitätsunterschiede zwischen Discounter- und höherpreisigen Studios. Der Unterschied liege vielmehr im Personal: In Billigstudios arbeiten oft keine ausgebildeten Fitnesstrainer. Für geübte Sportler nicht schlimm - aber gerade, wer ein medizinisches Problem mitbringe, etwa mit Bandscheiben oder Knien, oder übergewichtig sei, sollte sich professionell einweisen lassen, bevor er loslegt. Und auch das persönliche Trainingsziel sei entscheidend, sagt Trostl: "Wer viel Gewicht verlieren will, braucht eine ganzheitlichere Betreuung als jemand, der Muskeln aufbauen möchte."

Ein anderes Kriterium sollte man ebenfalls nicht unterschätzen: die Nähe zum eigenen Wohnort. Denn selbst der billigste Monatspreis ist zu viel, wenn man ihn zahlt, ohne hinzugehen.

© SZ vom 25.03.2017/lot

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