Test:Stimmt die Kohle?

Beim Grillen ist die Holzkohle entscheidend. Unser Experte verrät, welche gut brennt und welche ihn zur Weißglut bringt.

Von titus arnu

Nicht jedes Grillgut ist gut zum Grillen. Neben der Qualität der Lebensmittel, die man auf dem Rost garen will, kommt es auch auf die Hardware an. Der teuerste Keramik-Smoker bringt aber nichts, wenn man nicht fachgerecht einheizt. Die meisten Gelegenheits-Griller greifen nach dem nächstbesten und möglichst billigen Sack Holzkohle, der am Eingang von Discountern und Baumärkten herumliegt. Erfahrene Griller wissen aber, dass die Auswahl des Brennmittels mitentscheidend ist für den Erfolg. Grundsätzlich gibt es Holzkohle und Briketts, die man für unterschiedliche Zwecke und Einsatzorte braucht. Holzkohle ist gut für schnelle, große Hitze, die nicht lange anhält - ideal für Kurzgebratenes wie Wurst, dünne Fleischstücke oder Pizza. Briketts brauchen länger zum Anzünden, werden nicht ganz so heiß, sind aber perfekt, wenn man gleichbleibende Hitze über mehrere Stunden braucht, ideal für Spare Ribs, Braten oder Schmorgerichte. Profis mischen bei Bedarf Briketts und Kohle, und sie achten auf deren Zusammensetzung und Herkunft. Es ist ein Unterschied, ob das Rohmaterial aus einheimischen Buchen, aus osteuropäischen Nadelbäumen oder gar aus namibischen Sträuchern gemacht wird. Hilfreich sind Qualitätssiegel wie FSC. Bei Briketts und Kohle ist auch wichtig, ob sie stark qualmen, Schad- und Geruchsstoffe absondern und ob sie nach einmal Anzünden zu Staub zerfallen - hochwertige Briketts kann man löschen und wiederverwenden. "Holzkohle sollten beim Zusammenschlagen hell klirren, das ist ein Zeichen für einen hohen Kohlenstoff-Gehalt", sagt der Münchner Grillsportler Achim Tuffentsammer, "Briketts sollten kompakt, hoch verdichtet und gleichmäßig geformt sein, idealerweise nicht porös und aus nachhaltigen Rohstoffen." Er testete für uns verschiedene Kohle- und Brikettsorten in einem klassischen Kugelgrill, einem Keramikgrill und einem Smoker. Dabei achtete er auch auf die Verpackung, den Preis und die Ergiebigkeit.

© SZ vom 21.08.2021
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