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Test:Motorisierte Putzhilfe

Saugwischer versprechen exakt dies: Dass sie erst saugen, dann feucht aufwischen, ohne Eimer und lästiges Bücken. Aber funktionieren sie auch? Sieben Geräte im Test.

Von Georg Cadeggianini

Kann man immer frühjahrsputzen? Also so reinigen, als ob es jedes Mal darum ginge, genau dieses Mal besonders sauber zu machen, die hinterste Ecke zu erwischen? Ein Saugwischer verfolgt genau diese Idee. Er soll erst saugen, dann feucht wischen, ohne Bücken, ohne Eimer, einmal drüber. Die Hersteller haben das Eben-mal-schnell-zwischendurch-Reinigen als Trend destilliert. Sie versprechen einiges: Wasser, Reiniger, Zeit - alles wird eingespart, und ein besseres Putzergebnis soll obendrein rauskommen. Klappt das?

Im Test wurde das Wohnzimmer als Schmutzparcours verschmiert, Chiliöl, Zuckerrübensirup und Brotbrösel aufs Parkett verteilt, Crêpes-Teig und Espressospuren trocken geföhnt, mit Wachsmalstift, Filzer und Whiteboardmarker auf den Boden gekritzelt. Neben dem Preis flossen vor allem folgende drei Fragen in die Bewertung: Komme ich überall hin? Also unter die offensichtlichen Engstellen, etwa unter Schrank oder Toilette. Genauso wichtig: blinde Flecken. Lässt die Konstruktion des Geräts einen Randstreifen ungeputzt? Zweitens: Wie manövrierfähig und leichtgängig ist das Gerät? Aber vor allem: Wie gut kommt das Ding mit Schmutz klar? Die Servicezeit, also die Zeit und Energie, die ein Gerät bei der Vor- und Nachbereitung in Anspruch nimmt, konnte nur bedingt mit einfließen. Dafür wäre ein Langzeittest nötig. Insgesamt lässt sich sagen: Es ist noch Luft nach oben. Deswegen kam der Testsieger auch nur auf acht Punkte.

© SZ vom 24.04.2021
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