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Test:Das ist das beste Peeling

Illustration Produkttest Credit: Dirk Schmidt

Wer raue Hautstellen an den Armen oder Beinen im Sommer nicht unter langer Kleidung verstecken will, kauft sich ein Peeling.

(Foto: Dirk Schmidt)

Sie versprechen, die Haut für die Sommersaison strahlend und geschmeidig zu machen. Aber welches Körperpeeling ist am besten - für die Haut und für die Umwelt? Wir haben zehn Produkte mit einer Expertin getestet.

Wer raue Hautstellen an den Armen oder Beinen im Sommer nicht unter langer Kleidung verstecken will, kauft sich eben ein Peeling. Denn die Anwendung soll die Durchblutung anregen und abgestorbene Hautschüppchen an der Oberfläche abtragen, damit die Haut weicher und ebenmäßiger wird. Das Licht, so das Versprechen, werde dadurch besser reflektiert und sorge für ein rosigeres und frischeres Aussehen. Wer zu Pickelchen am Rücken neigt, soll mit einem Peeling auch das Verstopfen der Poren verhindern können und damit die Entstehung von Unreinheiten. Und zu guter Letzt soll schon das oberflächliche Rubbeln die körpereigene Produktion von Fibroblasten und Kollagen anregen, was die Haut länger jung hält. Wenn das alles stimmt, müssen Körperpeelings das Lieblingsprodukt des Sommers sein.

Wer nun fürchtet, die erste Bräune dabei abzurubbeln, irrt sich. Mit den Produkten sollen nur die obersten, losen Schüppchen entfernt werden, die unsere Haut eher fahler erscheinen lassen. Die eigentliche Bräune aber sitzt in den tieferen Schichten und schiebt sich mit dem Hauterneuerungszyklus nach oben, um dann stufenweise zu verblassen, wird also vom Peeling nicht entfernt. Unsere Expertin empfiehlt ein Peeling etwa einmal die Woche. Ist die Haut besonders empfindlich, reicht ein 14-Tage-Rhythmus. Denn peelt man zu oft, kann das der natürlichen Hautbarriere schaden und sie durchlässiger machen. Erreger können dann leichter eindringen, und die Haut verliert Feuchtigkeit.

Peelings sind in den vergangenen Jahren etwas in Verruf geraten, weil viele Produkte feine Schleifpartikel aus Mikroplastik enthalten. Kleine Kunststoffkügelchen also, die aus der Dusche ins Grundwasser gelangen und von dort in die Gewässer, wo sie eine Gefahr für Fische und andere Lebewesen darstellen und letztlich durch die Nahrungskette auch auf unseren Tellern landen. Doch in der Zwischenzeit gibt es zum Glück deutlich mehr Peeling-Produkte, die mit natürlichen, biologisch abbaubaren Peeling-Perlen zum Beispiel aus Salz, Zucker oder gemahlenem Gestein für die gewünschten Effekte sorgen.

© SZ vom 13.06.2020/lot

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