Stiftung Warentest Dieses Schokoladeneis schmeckt am besten

Schokolade ist neben Vanille immer noch die beliebteste Eissorte der Deutschen.

(Foto: B. Wylezich - Fotolia)
  • Gutes Schokoladeneis muss nicht teuer sein - das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest, die 20 Schoko-Eissorten aus dem Supermarkt getestet hat.
  • Maßgeblich für Geschmack sind Sorte, Qualität und Menge des Kakaos. Kritische Keimwerte oder Schadstoffe enthielt keines der getesteten Produkte.

Schokoladeneis ist neben den Klassikern Vanille, Erdbeer und Nuss immer noch die Lieblingssorte der Deutschen. Fast acht Liter im Jahr gönnt sich jeder im Schnitt, Stiftung Warentest hat nun20 Sorten Schokoladeneis aus dem Supermarkt untersucht. Ergebnis: Gutes Eis muss nicht teuer sein. Aber: Das teuerste ist auch das beste.

Die Tester bewerteten vor allem Geschmack und Konsistenz sowie die Inhaltsstoffe und deren Kennzeichnung. Ein gutes Schokoeis sollte im Mund langanhaltend cremig weich und im Geschmack aromatisch kräftig sein. Die Ergebnisse im Überblick:

  • Der Testsieger ist zugleich das teuerste und kalorienreichste Produkt: Das Classics Belgian Chocolate von Häagen-Dazs kostet 11,10 Euro pro Liter. Die Markeneiscreme steche "mit einer frischen Sahnenote und zart schmelzenden Schokoraspeln hervor", sensorisch beurteilten die Tester sie mit einer glatten Eins.
  • Es geht aber auch billiger: Das günstigste Eis im Test, Rios Premium Schokolade von Penny (1,49 Euro für einen Liter), schnitt mit "gut" ab.
  • Sechs weitere günstige Marken erhielten im Test die Bewertung "gut": Cremissimo Chocolat (3,90), Bofrost Von Meisterhand (4 Euro), Möwenpick (4,20 Euro), Rewe Beste Wahl (2,10 Euro) und Real Quality Amatissimo (2,54 Euro).
  • Insgesamt wurden 20 Eissorten in Haushaltspackungen untersucht, die zwischen 1,49 Euro und 11,10 Euro pro Liter kosten. Zehn Produkte erhielten ein "Befriedigend". Ein Discounter-Produkt sowie ein Milch­eis aus einer Eis-Manu­faktur schnitten wegen Kenn­zeichnungs­mängeln nur "ausreichend" ab.
  • Kritische Keim­gehalte oder Schad­stoffe wie Mineralöle oder Kadmium aus Kakao fanden die Tester in keiner der untersuchten Eissorten.
  • Grundsätzlich muss Schokoeis keine Schokolade enthalten, Kakao reicht. Qualität und Menge bestimmen den Geschmack, außerdem sind Kakaobutter und Milchfett besser als Kokosfett.
  • Fett und Zucker schrauben allerdings auch das Kalorienkonto hoch. Leider ist der Testsieger auch das fettreichste Schokoeis; das kalorienärmste Produkt ist dagegen kein großes kulinarisches Erlebnis.

Gesundheitlich bedenklich ist Schokoladeneis nicht. Allerdings sollte es nicht schnell schmelzen im Mund, leicht stumpf oder nur noch süß schmecken. Die ausführlichen Testergebnisse der Stiftung Warentest lesen Sie hier.