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"Lecker auf Rezept" - Pasta alla zucca:Kürbis auf italienisch

Pasta alla zucca

Kürbis mal anders: "Pasta alla zucca" mit Salbeibutter.

(Foto: Maria Holzmüller)

Weckt schöne Erinnerungen ohne zu verstauben: Pasta alla zucca ist das perfekte Urlaubssouvenir für regnerische Herbsttage.

Mit Souvenirs aus dem Urlaub ist das so eine Sache. Sobald man sie durch die Haustür bugsiert, verlieren sie ihre exotische Ausstrahlung - weg ist das Abenteuerfeeling, das magische Urlaubsgefühl, das auch nach der Rückkehr durchs eigene Heim wehen sollte. Und dann stehen sie da, im Wohnzimmerregal: ein schiefer Turm von Pisa, ein bunter Hahn aus Lissabon, ein Teller zum Tortilla-Wenden aus Valencia. Hin und wieder werden wir sie noch ansehen, bis sie allmählich einstauben und am Ende irgendwo auf dem Speicher landen. Oder im Keller. Oder auf dem Sperrmüll.

Wieviel charmanter ist da ein Rezept als Mitbringsel. Es nimmt keinen Platz weg und zieht keinen Staub an. Sobald man es nachkocht, leben die Erinnerungen wieder auf, der Geschmack der Ferne kehrt zurück in die eigene Küche - und alle die mitessen dürfen, haben etwas davon. Selbst Jahre später lassen uns solche Gerichte in die eigene Vergangenheit reisen und uns das Lebensgefühl von damals spüren. Kein Zweifel: Die Speisen, die wir mit bestimmten Momenten in unserem Leben verbinden, sind die besten.

Ein Gasherd in einer winzigen römischen Küche

So wie dieses Kürbis-Pasta-Rezept, ein Souvenir aus einem Praktikumsaufenthalt in Rom: Pasta alla zucca. Damals konnte ich beobachten, wie es für mich zubereitet wurde, auf einem Gasherd in einer winzigen römischen Küche mit bunten Fliesen an der Wand, keinen Kilometer vom Petersplatz entfernt.

Ein Kürbisrezept, das all die geschmacksarmen Suppenrezepte das Fürchten lehrt: Die Nudeln garen in einem Topf mit dem Kürbissud und saugen dessen süßlich-würzigen Geschmack mit jeder Faser auf. Daneben lassen wir in brauner Butter ein paar Salbeiblätter knusprig braten und geben sie am Ende zusammen mit einer großzügigen Portion Parmesan über die Nudeln.

Das Rezept funktioniert natürlich auch mit dem omnipräsenten Hokkaido-Kürbis, ich verwende jedoch lieber Butternut-Kürbis. Den muss man zwar, im Gegensatz zum Hokkaido, schälen. Dafür ist er jedoch feiner im Geschmack - und beschert uns ein perfektes Herbst-Gericht: Pasta alla zucca wärmt, duftet nach Gewürzen und lässt einen in Gedanken nach Italien reisen. Was will man an einem kühlen Oktoberabend mehr?

Rezept für Kürbis-Nudeln - Zutaten für 4 Personen:

1 Butternut-Kürbis

500 g Nudeln, am besten Conchiglie, Farfalle, Fusilli oder Rigatoni, die die Sauce gut aufnehmen

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Ca. 10 Salbeiblätter

125 g Butter

Parmesan

Salz, Pfeffer

Muskatnuss

Piment d'Espelette oder Chilipulver

Gemüsebrühe

Olivenöl

Weißwein (optional)

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und fein hacken, den Kürbis schälen und würfeln, die Knoblauchzehe ebenfalls fein würfeln. Alles zusammen in großzügig Olivenöl in einem großen Topf anbraten. Anschließend mit Brühe bedecken, wer möchte, gibt noch einen Schuss Weißwein dazu. Das Ganze dann so lange köcheln lassen, bis der Kürbis anfängt weich zu werden. Den Kürbis mit einem Kartoffelstampfer etwas zerkleinern. Mit Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette und ein paar Prisen gemahlener Muskatnuss würzen. Die Nudeln zugeben und wenn nötig Brühe nachgießen, damit alle Nudeln von der Sauce bedeckt sind. So lange köcheln, bis die Nudeln al dente sind und einen Großteil der Sauce aufgesaugt haben, dabei immer wieder umrühren, damit sich das Ganze nicht am Topfboden absetzt.

In der Zwischenzeit in einem kleinen Topf die Butter schmelzen und leicht köcheln lassen. Die Salbeiblätter zugeben und die Butter langsam bräunen, bis sie einen nussigen Duft verströmt und die Salbeiblätter leicht knusprig sind.

Sobald die Nudeln fertig sind, die Kürbissauce nochmals abschmecken und servieren. Mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und mit der Salbeibutter beträufeln. Wer es pikanter mag, gibt zusätzlich noch etwas Chili darüber.