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Hepburn-Sohn über seine Mutter:Die Ikone, die sich nicht schön fand

Doku am Freitag: Legenden - Audrey Hepburn

Die legendärsten Fransen der Welt: Laut ihrem Sohn habe Audrey Hepburn den Hype um ihre Schönheit nie verstanden.

(Foto: obs)

Die Nase zu groß, die Figur zu dünn: Schauspiel-Ikone Audrey Hepburn hat nie verstanden, warum sie als Schönheit galt. In einem Interview mit dem US-Magazin "Vanity Fair" erzählt Hepburn-Sohn Luca Dotti von seiner berühmten Mutter - und ihrer außergewöhnlichen Einstellung zum Altern.

Sie ist eine Ikone in Sachen Mode und Schönheit und fand sich dennoch nicht schön: Audrey Hepburn. In einem Interview mit dem amerikanischen Magazin Vanity Fair hat Hepburns Sohn Luca Dotti über seine berühmte Mutter und deren Leben in Rom gesprochen. Dotti veröffentlicht demnächst einen Bildband mit dem Titel "Audrey in Rome". Das Leben der Schauspielerin in Italien sei - verglichen mit dem oft abgeschotteten Leben der Hollywood-Stars heute - relativ normal gewesen.

"She didn't live a life secluded or behind bars; she would walk around and everybody knew her. She was part of the city."

Audrey Hepburn und andere Mode-Ikonen

Stilprägend über den Tod hinaus

Nicht nur ihr Lebensstil, auch ihre Einstellung zum eigenen Äußeren sei ganz normal gewesen: Ihren einzigartigen Look, der später ikonischen Status erlangen sollte, habe sie selbst als eine gute Mischung aus kleinen Schönheitsmakeln gesehen, zitiert die Vanity Fair Dotti.

"She thought she had a big nose and big feet, and she was too skinny and not enough breast. She would look in the mirror and say, 'I don't understand why people see me as beautiful.' "

Während Aussagen wie diese bei anderen Prominenten nach verzerrter Selbstwahrnehmung klingen, wirkt es bei Hepburn wie Demut vor dem eigenen Erfolg; ihr Sohn beschreibt sie als liebevolle Mutter und bodenständige Frau. Ihre Unzufriedenheit mit ihrem Äußeren habe sie nie beeinträchtigt, im Gegenteil: Hepburn habe den Alterungsprozess sogar als etwas Schönes betrachtet.

"She was always a little bit surprised by the efforts women made to look young. (...) She was actually very happy about growing older because it meant more time for herself, more time for her family, and separation from the frenzy of youth and beauty that is Hollywood."