Kolumne: Gewusst wie:Handschuhe trocknen

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Kolumne: Gewusst wie: Auf die Heizung legen sollte man Handschuhe nicht.

Auf die Heizung legen sollte man Handschuhe nicht.

(Foto: Gaby Wojciech/Imago/Westend61)

Nass, feucht oder durchgeschwitzt: Wie man Fäustlinge wieder warm bekommt - ohne einen davon zu verlieren.

Von Katharina Wetzel

Gibt es etwas Unangenehmeres als im Winter in nasse oder durchgeschwitzte Handschuhe zu schlüpfen? Wohl kaum. Noch lieber teilt man das Schicksal mit einem Schwimmer, der sich eine feuchtkalte Badehose anzieht und mit Gänsehaut ins Wasser steigt. Die Badehose ist ja eigens dazu da, nass zu werden. Ein feuchtkalter Handschuh dagegen widerstrebt allen Sinnen. Mit nassen Handschuhen will man nicht in den Tag starten. Und sich schon gar nicht auf eine Wanderung, Fahrrad- oder Skitour begeben. Handschuhe sollen sich kuschelig anfühlen und die Hände vor den Widrigkeiten des Winters schützen.

Wind- und wasserdicht, mit Thermo- oder Heizfunktion - so lauten die Versprechen der Industrie. Wahrscheinlich ist die Outdoor-Branche maßgeblich daran beteiligt, dass man sich immer Handschützer in trockenem Zustand wünscht. Wohlig warm und atmungsaktiv. Doch was tun, wenn bei Schnee und Regen selbst die dicksten, Wasser abweisenden Skihandschuhe irgendwann durchnässt sind? Wenn sie runterhängen wie gebrauchte Lappen und das Thermovlies sich immer mehr verdünnisiert, sodass die mittleren Fingerspitzen darin weiß gefrieren?

Zu Hause angekommen, kümmert dies wenig: Schnurstracks will man sich nur noch von den nassen Dinger befreien. Dabei landen die triefenden Handschuhe lieblos in irgendeiner Ecke, als wollte man sie nie wieder tragen.

Am nächsten Tag kramt man sie - ja, man ahnt und riecht es schon -, muffig nass hervor. Ach, hat sich denn keiner erbarmt und sie aufgehängt, die Fäustlinge und Fingerhandschuhe, damit sie nicht modern und schnell wieder einsatzbereit sind?

Hätten wir ja alle gerne. Doch die Kleiderhaken an der Garderobe sind immer dicht behängt. Und den klapprigen Wäscheständer hervorkramen? Keine Lust. Der steht oft genug im Weg herum.

Doch wohin mit den feuchten Handschuhen? Auf den Boden neben die Schuhe werfen? Keine gute Idee. Auf die Heizung zum Trocknen legen? Lieber nicht, manche Modelle sind da sehr empfindlich. Lederhandschuhe schrumpfen etwa auf Miniaturgröße und werden hart.

Die einfache Lösung liegt wie so oft im Leben ganz nah: In der Garage oder im Keller lassen sich die Handschuhe gleich nach einer Radtour im Fahrradkorb auseinanderlegen. Ein Weidenkorb ist eher nicht zu empfehlen. In einem Metall- oder Aluminiumgeflecht dagegen trocknen die Handwärmer schon bis zum nächsten Tag. Der Fahrradkorb hat ähnliche Vorzüge wie ein Wäscheständer, ist jedoch deutlich platzsparender und hat den großen Vorteil, dass er in der Regel nicht schon mit anderen Dingen belegt ist.

Und es gibt noch einen weiteren positiven Effekt. Handschuhe haben ja die fiese Angewohnheit, die allen Komplementärgütern - dazu zählen zum Beispiel auch linke und rechte Socke - gemein ist: dass sie nur einzeln wieder auftauchen, wenn man sie braucht. Doch ein Handschuh alleine macht wenig Freude.

Und deshalb kommt hier der Fahrradkorb wieder ins Spiel. Denn dieser beherbergt in seiner übersichtlichen Fassung über Nacht die Handwärmer, sodass man sie nicht lange suchen muss, wenn man sie am nächsten Tag gleich wieder anziehen möchte.

Kolumne: Gewusst wie: Für Katharina Wetzel ist der Fahrradkorb ein Transportmittel mit ungeahnten Möglichkeiten.

Für Katharina Wetzel ist der Fahrradkorb ein Transportmittel mit ungeahnten Möglichkeiten.

(Foto: Bernd Schifferdecker (Illustration))
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