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Geschmackssache:Salzstein

Oben Salz, unten noch mehr Salz: Ein Steak auf einem heißen Salzstein.

(Foto: Mauritius Images / Panther Media)

Im Baumarkt werden die Regale mit Grillzubehör jedes Jahr länger. Doch was davon braucht man wirklich? Die Planke aus Salzstein fürs perfekte Steak?

In den Baumärkten werden sie bald die Abteilungen für Holz und Schrauben auslagern müssen, um Platz für Grillzubehör zu schaffen. Die Regale dafür wachsen jedes Jahr, und das Marketing, das muss man Weber & Co. lassen, ist brillant. Doch was aus der Flut an Sizzle-Zone-Handschuhen, Brathuhn-Einsätzen und Erlenholzchips benötigt man wirklich? Nahezu magische Grillfähigkeiten werden der Planke aus Salzstein zugeschrieben. Auf ihr sollen Fisch, Fleisch und Gemüse besonders schonend garen, ohne dass es an Röstaromen fehlt, zudem gibt der Stein einen feinen Salzgeschmack ab. Stimmt alles, wäre da nicht der Aufwand: Die Planke ist bruchempfindlich; so schonend, wie sie gart, muss sie selbst erhitzt werden, bei Kontakt mit Wasser löst sie sich auf, am Ende leisten Gussplatten im Gasgrill vergleichbare Dienste, und salzen lässt sich Fleisch ja auch anders gut. Bleibt dieselbe Frage, die sich Baumärkte stellen: Wo das nächste Grilldings noch lagern? Immerhin: Wer Bettlampen aus Rosenquarz schätzt, hat mit der zartrosa Planke nun einen passenden Sockel. Keine Sorge: Die Salzoberfläche ist antiseptisch, und auch der zarte Duft nach gerösteter Dorade verfliegt recht zügig.