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Mode-Ikone Donatella Versace im Gespräch:"Wofür brauchen Frauen noch Männer?"

Als Donatella Versace elf Jahre alt war, färbte ihr acht Jahre älterer Bruder Gianni ihre schwarzen Haare blond. Sie gefiel sich sofort viel besser.

(Foto: Rahi Rezvani)

Donatella Versace über den Tod ihres Bruders Gianni, Eitelkeiten in der Modewelt und die Kunst, Frauen für Beruf und Familie gleichermaßen anzuziehen

Die beiden Männer, die am Morgen des 15. Juli 1997 in Miami Beach aufeinandertreffen, könnten kaum unterschiedlicher sein. Der eine, Gianni Versace, zählt zu den berühmtesten Modedesignern der Welt und besitzt am Ocean Drive eine prachtvolle Villa. Der andere, Andrew Cunanan, ist ein schwuler Callboy, der in den drei Monaten zuvor vier Menschen getötet hat. Zu seinen Mordwerkzeugen zählen ein Hammer und eine Heckenschere. Das FBI führt den 27-Jährigen auf der Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher. Nachdem Versace an diesem Morgen mit seiner Schwester Donatella telefoniert und in einem Café Zeitschriften gekauft hat, kehrt er gegen Viertel vor neun zu seiner Villa zurück. Als er das Tor zum Grundstück aufschließen will, feuert Cunanan aus nächster Nähe zwei Schüsse auf ihn ab. Versace stirbt, der Schütze entkommt. Acht Tage später tötet sich Cunanan wenige Kilometer vom Tatort entfernt auf dem Hausboot eines deutschen Steuerflüchtigen mit einem Schuss in die Schläfe. Drei Monate darauf präsentiert Donatella Versace ihre erste Solo-Kollektion im Pariser "Hotel Ritz", wo sie ihren Bruder zuletzt gesehen hat.

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