Zwölf besondere Olympioniken – Bradley Wiggins

Bradley Wiggins: Es gibt Sachverhalte, die erlauben keine zwei Meinungen. Da ist die Lage so klar und eindeutig, dass sich jeder Zweifel verbietet. So sieht ein britischer Buchmacher normalerweise keinen Spielraum für Eventualitäten - bei Bradley Wiggins jedoch spielen spätestens seit seinem Olympiasieg im Zeitfahren nicht nur die Paten der Wettbüros verrückt. Tour-Sieg und Goldmedaille, der 32-Jährige wird wohl nie populärer sein als in diesem Sommer.

Es gibt Buchmacher, die haben schon jetzt den Gewinn an Kunden ausgezahlt, die auf den Radfahrer als "BBC Sports Personality of the Year" getippt hatten. Zu den olympischen Rennen in der Hauptstadt standen Millionen an der Straße und Wiggins muss Fragen beantworten, ob er nun nach vier Gold-, einer Silber und zwei Bronze-Medaillen auf Bahn und Straße seit 2000 der GBOAT sei, der "Greatest British Olympian of All Times". Momentan würde Wiggins diese Wahl haushoch gewinnen. Er sagt: "Ich weiß jetzt, wie sich die Beatles gefühlt haben." Die hatten zwar kurzzeitig ähnlich schöne Koteletten wie "Wiggo" - Olympioniken waren sie aber nie.

(fred)

Bild: AP 6. August 2012, 17:112012-08-06 17:11:23 © Süddeutsche.de/sas/jbe/lala