WTA-Finale:Radwanska weint, Federer holt 88. Titel

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Von den Gefühlen überwältigt: Tennisspielerin Agnieszka Radwanska kann ihren Sieg beim WTA-Finale nicht fassen (Foto: Getty Images)

Die polnische Tennisspielerin zeigt sich nach dem WTA-Finale emotional, der Schweizer gewinnt gegen Nadal ein besonderes Match. Die Fußballerinnen des FC Bayern glänzen in der Bundesliga.

Tennis, WTA-Finale: Die Polin Agnieszka Radwanska hat die WTA-Finals in Singapur gewonnen. Die Weltranglisten-Sechste setzte sich im Überraschungsfinale gegen die Tschechin Petra Kvitova mit 6:2, 4:6, 6:3 durch. Nach 2:05 Stunden verwandelte Radwanska ihren ersten Matchball und machte damit den bislang größten Erfolg ihrer Karriere perfekt. Im Halbfinale hatte die Polin unerwartet Garbiñe Muguruza aus Spanien besiegt. Kvitova hatte die Russin Maria Scharapowa ausgeschaltet. Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber war bereits in der Gruppenphase gescheitert. "Ich bin überglücklich. Ich habe heute im richtigen Moment das richtige gemacht", sagte Radwanska hinterher mit Tränen in den Augen: "Dieser Titel bedeutet alles für mich."

Tennis, Männer: Roger Federer hat mit einem Sieg im Tennis-Klassiker gegen Rafael Nadal zum siebten Mal das ATP-Turnier in seiner Heimatstadt Basel gewonnen. Der 34-Jährige setzte sich im 34. Duell (Bilanz 11:23) mit dem Mallorquiner 6:3, 5:7, 6:3 durch und feierte seinen insgesamt 88. Titel auf der Profitour. Damit verkürzte der Schweizer den Abstand zu Ivan Lendl (94), der auf Platz zwei der "ewigen" Bestenliste hinter Jimmy Connors (108) liegt. Federer verwandelte nach 2:03 Stunden seinen zweiten Matchball im ersten Finale der Dauerrivalen seit Rom 2013. Sein letzter Sieg gegen Nadal lag bis dato sogar mehr als dreieinhalb Jahre zurück. In Basel, wo Federer einst als Balljunge die Tenniswelt entdeckt hatte, gelang ihm in einem hochklassigen und stets spannenden Match das entscheidende Break zum 5:3 in Satz drei.

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Frauenfußball, Bundesliga: Der deutsche Fußball-Frauenmeister Bayern München bleibt in der Bundesliga ungeschlagen Tabellenführer. Das Team von Trainer Thomas Wörle gewann im Topspiel beim Verfolger 1. FFC Frankfurt durch ein Tor von Gina Lewandowski (22. Minute) mit 1:0 (1:0). Die Münchnerinnen haben bereits sechs Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz. Vor 4760 Zuschauern begann der Champions-League-Sieger vom Main stark und drängte den Titelverteidiger zurück. Auf Vorarbeit von Leonie Maier traf Lewandowski aber schon früh zum spielentscheidenden Tor. Frankfurt rutschte nach der zweiten Niederlage hinter die Überraschungsteams aus Sand und Essen auf den vierten Platz ab. Die Bayern und Frankfurt treffen bereits am kommenden Sonntag im Achtelfinale des DFB-Pokals erneut aufeinander.

Eisschnelllauf, DM: Claudia Pechstein hat sich den 27. deutschen Eisschnelllauf-Meistertitel ihrer langen Laufbahn gesichert. Die 43-Jährige behauptete sich am Sonntag in Inzell auch über 5000 Meter, nachdem sie tags zuvor bereits die 3000 Meter gewonnen hatte. Pechstein siegte in 7:07,36 Minuten vor der Erfurterin Stephanie Beckert, die im direkten Duell 7:09,37 Minuten lief. Die Olympia-Zweite von 2010 schaffte ebenfalls noch die Qualifikation für die ersten Weltcups. Beckert unterstrich damit ihre aufsteigende Form, nachdem sie am Samstag Zweite über 3000 Meter war. Dritte wurde erneut die Berlinerin Bente Kraus in 7:18,06 Minuten.

Fußball, Türkei: Trotz des achten Saisontores von Fußball-Nationalspieler Mario Gomez hat Besiktas Istanbul die zweite Saisonniederlage nur knapp verhindert. Der Spitzenreiter der türkischen SüperLig musste sich gegen Kasimpasa Istanbul mit einem 3:3 (1:2) begnügen, Oguzhan Özyakup rettete mit einem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit (90.+4) zumindest einen Zähler. Besiktas führt die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf die Stadtrivalen Galatasaray und Fenerbahce an. Rhodolfo (27.) und Gomez (55.) erzielten die weiteren Tore der Gastgeber, bei denen der ehemalige Hoffenheimer Andreas Beck 90 Minuten auf dem Platz stand. Der Ex-Leverkusener Eren Derdiyok mit einem Doppelpack (24. und 67.) und Ryan Donk (40.) trafen für Kasimpasa. Bundestrainer Joachim Löw schaute live im Stadion zu.

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