Vor der 47. Bundesliga-SaisonDer Rotwein wartet

Der Mann, der ein Magnet-Pin war, ein von Bayern unterwanderter Klub und eine unsterbliche Mischung aus Mut, Wahnsinn und Gottvertrauen: Auf Spurensuche bei den Bundesligisten.

Witzbolde aufgepasst, in Wolfsburg läuft das jetzt so: Findet der Trainer einen Spieler gut, setzt er sich, hihi, mit dem Manager zusammen, die beiden sind sich rasch einig und müssen dann bloß noch, kicher, den Geschäftsführer überzeugen ... Wer hat hier gerade "Nicht witzig!" gerufen? Tja, woran liegt das bloß, dass, seit Armin Veh (im Bild) beim Meister als Trainer, Manager und Geschäftsführer fungiert, die bewährten Dreifaltigkeits-Gags nicht mehr zünden? Woran liegt es, dass man Magaths Allmacht mindestens für perfides, nur durch Klamauk zu ertragendes Despotentum hielt, während man nun Veh unterstellt, dass er all das, wofür er formal zuständig ist, im Zweifel bestimmt nicht alleine macht? Vielleicht daran, dass Magath beim VfL immer mit Krawatte geschmückt im Chefzimmer saß, während Veh am liebsten lässig gekleidet im Trainerbüro arbeitet, unten im Keller, wohin sich Magath nur zum Lachen zurückzog. Die Verträge von Dzeko, Grafite, Josué und Misimovic, alle einst wegen Magath gekommen, hat der lässige Herr Veh trotzdem knallhart managermäßig verlängert.

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5. August 2009, 18:272009-08-05 18:27:00 ©