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US Open:Versuch dein Glück!

Tennis: U.S. Open

Wenn du es hier schaffst, kannst du es überall schaffen – die US-Fahne über New Yorks Tennisstadion zeugt auch vom amerikanischen Traum.

(Foto: Robert Deutsch/USA Today Sports)

Roger Federer kauft Schuhe in Manhattan, Boris Becker erklärt den "New York State of Mind" - und bei den Frauen heißt es: America First.

Wer bei den US Open für ein paar Minuten der permanent vor sich hin dröhnenden Aufgeregtheit entfliehen möchte, der sollte sich neben Rich setzen. Rich arbeitet für den amerikanischen Sender ESPN und sitzt im Arthur Ashe Stadium ganz unten, neben dem Spielfeld. Er schickt die einstigen Tennisprofis Pam Shriver, Mary Joe Fernandez und Brad Gilbert für ihre Analysen durchs Stadion, zur Spielerbox von Roger Federer etwa oder in die President's Lounge, in die auch Boris Becker darf, als Sieger von 1989. Rich weiß so gut wie alles über diesen Sport, die Analysen von Gilbert und Shriver sind oft seine, doch er nimmt das hier nicht übermäßig ernst. Ist ja nur Tennis. Während der Partien liest er Bücher, "JFK And The Reagan Revolution" etwa, es geht darin um Wohlstand und Glücklichsein. Direkt hinter ihm sitzen zwei Männer, sie haben 1400 Dollar pro Ticket bezahlt und beschweren sich nun über die Temperatur des Schaumweins und die - sie sagen das wirklich so - Qualität der weiblichen Zuschauer. Rich sagt nichts, er deutet auf einen Satz in seinem Buch: "Heute, mehr als 15 Jahre nach Beginn des 21. Jahrhunderts, sind die Amerikaner schlecht gelaunt. Sie sind unleidlich und unglücklich."

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