US Open Serena Williams muss 17 000 Dollar Strafe zahlen

Serena Williams: Muss Strafe zahlen

(Foto: dpa)

Für ihre Verhalten im US-Open-Finale bekommt Serena Williams eine Geldstrafe. Der englische Fußball-Nationalspieler Luke Shaw gibt nach Verletzung Entwarnung. Mick Schumacher gewinnt erneut.

Meldungen im Überblick

Tennis, US Open: Nach ihren Ausrastern im Finale der US Open muss Serena Williams eine Geldstrafe von 17 000 US-Dollar zahlen. Das teilte der Veranstalter des Grand-Slam-Tennisturniers in New York am Sonntag mit. Die Amerikanerin hatte bei der 2:6, 4:6-Niederlage gegen die Japanerin Naomi Osaka tags zuvor drei Verwarnungen von Schiedsrichter Carlos Ramos erhalten. Die erste gab es wegen Coachings von der Tribüne, nach der zweiten wegen eines zertrümmerten Schlägers verhängte Ramos einen Punktabzug, nach der dritten einen kampflosen Spielverlust zum 3:5 im zweiten Satz. Die Amerikanerin hatte Ramos unter anderem als Dieb bezeichnet.

Tennis, Davis-Cup: Rafael Nadal hat seinen Start beim Davis-Cup-Halbfinale gegen Titelverteidiger Frankreich in der kommenden Woche abgesagt. Das bestätigte Davis-Cup-Kapitän Sergi Bruguera. "Rafa Nadal wird gegen Frankreich in Lille nicht antreten können. Die Knieverletzung, die er bei den US Open erlitten hat, hält ihn davon ab, dieses Halbfinale zu spielen", sagte er.

Nadal hatte das Halbfinale der US Open gegen den Weltranglistendritten Juan Martin del Potro aus Argentinien beim Stand von 6:7, 2:6 aufgrund von Knieproblemen aufgegeben. Der 17-malige Grand-Slam-Champion leidet seit Jahren unter Schmerzen in beiden Knien, hervorgerufen durch Entzündungen der Patellasehnen.

Nations League, England: Der englische Fußball-Nationalspieler Luke Shaw hat nach der heftigen Kopfverletzung, die er am Samstag beim 1:2 in der Nations League gegen Spanien erlitt, Entwarnung gegeben. "Danke für die Liebe und die Unterstützung. Mir geht es gut, und ich befinde mich in besten Händen. Ich bin ein Kämpfer und werde schon bald zurück sein", twitterte der 23-jährige Abwehrspieler von Manchester United.

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Shaw war kurz nach der Halbzeit mit dem Ex-Leverkusener Daniel Carvajal zusammengeprallt und hatte eine Kopfblessur davongetragen. Er musste nach langer Behandlung mit einer Trage abtransportiert werden. Shaw hatte zuvor den Führungstreffer der Three Lions durch Marcus Rashford (11.) vorbereitet. "Er ist bei Bewusstsein, spricht und fühlt sich einigermaßen wohl. Wir werden ein paar Tests machen", sagte der englische Teammanager Gareth Southgate.

Formel 3, Mick Schumacher: Rennfahrer Mick Schumacher hat seinen ersten Doppelsieg in der Formel 3 gefeiert. Am Nürburgring gewann der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher nach seinem Erfolg am Samstag auch das zweite Rennen des Wochenendes am Sonntagmorgen. Der 19-Jährige vom Prema-Team nimmt damit die Spitze der Gesamtwertung ins Visier. Vor dem dritten Rennen in der Eifel, bei dem Schumacher ebenfalls von der Pole Position startet, hat er als Zweiter nur noch 16 Meisterschaftspunkte Rückstand auf den Führenden Dan Ticktum.

Für Schumacher waren es nach Erfolgen bei den vergangenen drei Stationen in Spa, Silverstone und Misano schon die Saisonsiege Nummer vier und fünf. "Dass es seit Spa-Francorchamps so gut läuft, macht mich sehr glücklich", sagte er. "Ich hoffe und bin auch optimistisch, dass es nun bis zum Ende der Saison in dieser Art weitergeht." Am Samstag hatte Schumacher die Führung gleich nach dem Start erobert und nicht mehr hergegeben, am Sonntag fuhr er vom ersten Startplatz zu einem souveränen Erfolg. Die beiden letzten Stationen der Formel 3 in diesem Jahr sind Spielberg und Hockenheim.

2. Bundesliga, Hamburger SV: Der langjährige Mäzen des Hamburger SV, Klaus-Michael Kühne, will sich als Finanzinvestor des Fußball-Zweitligisten vorerst zurückziehen. "Ich muss mich jetzt selbst disziplinieren. Deshalb will ich meine Anteile loswerden", sagte der 81-jährige Logistik-Unternehmer der Welt am Sonntag. Einen Käufer habe er noch nicht gefunden. Der Verein müsse jetzt erst einmal kleinere Brötchen backen, forderte der Milliardär. "Ich schließe aber auch nicht aus, dass ich irgendwann einmal zurückkomme", sagte Kühne, der 20,57 Prozent der Anteile hält und größter Einzelinvestor der HSV-Fußball-AG ist.

Seit 2010 hat Kühne etwa 100 Millionen Euro in den Verein investiert, der nun erstmals in der 2. Bundesliga spielt. Kühne hatte sich eine zehnprozentige Aufstockung seiner Beteiligung gewünscht. Bereits Ende Juni hatte er angekündigt, den HSV nicht weiter zu fördern, weil sein Wunsch, seine Anteile langfristig aufstocken zu können, nicht respektiert werde. "Es ist ein Drama, wie der Verein in sich zusammengefallen ist. Ich bleibe aber ein Fan, auch nach dem Abstieg in die zweite Bundesliga", betonte Kühne. Er sehe im Moment kein Konzept, für das es sich lohne, weiterhin Geld zu investieren.

DFB-Team, Leroy Sané: Die deutsche Nationalmannschaft muss im Länderspiel gegen Peru in Sinsheim am Sonntag auf Leroy Sané verzichten. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag bekannt gab, habe der Offensivspieler von Manchester City das Teamhotel in München in Rücksprache mit Bundestrainer Joachim Löw aus privaten Gründen verlassen. Der 22-Jährige verkündete am Samstag, dass er Vater geworden ist. Seiner Tochter Rio Stella und seiner Freundin Candice Brook ginge es gut, teilte er über Twitter mit.

Neben Sané fehlt der Nationalelf Mats Hummels. "Mats wird nicht spielen können", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Samstag. Der Verteidiger habe bereits vor und während dem 0:0 gegen Weltmeister Frankreich am vergangenen Donnerstag in München über Probleme mit der Achillessehne geklagt, berichtete Löw: "Nichts Dramatisches, aber wir werden das Risiko nicht eingehen." Löw verriet zudem, dass der Hoffenheimer Neuling Nico Schulz in seinem Heimstadion auf der linken Abwehrseite sein Länderspieldebüt geben werde. Im Tor wird laut Löw Marc-Andre ter Stegen stehen, auch Julian Brandt werde beginnen.

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