Türkgücü München:Kurs Regionalliga

Trotz ungelöster Stadionfrage reicht Türkgücü München Bewerbung ein

Beim insolventen Profiklub Türkgücü München wird intensiv daran gearbeitet, dass die Mannschaft nach ihrem Rückzug nun nicht allzu tief in die Niederungen des Amateurfußballs fällt. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bestätigte am Freitag, dass Türkgücü die Bewerbungsunterlagen für die Regionalliga Bayern eingereicht hat. Obwohl die Zeit knapp war - zwischen dem Ausscheiden aus der dritten Liga und dem Verstreichen der Bewerbungsfrist am Freitag lagen nur 15 Tage - ging der Antrag nach SZ-Informationen bereits Anfang der Woche ein, allerdings lückenhaft: So wurde als Spielstätte lediglich das Grünwalder Stadion als mögliche Ausweichstätte angegeben, aber noch kein Hauptstadion.

Die erste Idee, wie schon in der Saison 2018/19 auf der Anlage des SV Heimstetten zu spielen, wird nicht umsetzbar sein. Auf Anfrage heißt es von Seiten des Regionalligisten, dass man Türkgücü nicht aufnehmen werde. Dies sei aus logistischen Gründen nicht möglich, der Aufwand für das überwiegend ehrenamtlich arbeitende Team sei zu groß. Außerdem sei ein Vereinsvertreter von Türkgücü zu einem vereinbarten Besichtigungstermin nicht erschienen. Für die Beantwortung der zu erwartenden Nachfragen des BFV hat der Verein eine Nachfrist von zehn Tagen. Eine wirtschaftliche Leistungsprüfung erfolgt nicht, auch wenn noch offen ist, wie sich der insolvente Verein künftig finanzieren wird. Den Antrag eingereicht hat nach SZ-Informationen Kenan Kivran als Vereinsvertreter, versehen mit einer entsprechenden Vollmacht von seinem Bruder Hasan Kivran - obwohl Türkgücü zuletzt kolportieren ließ, der ehemalige Investor sei inzwischen auch als Präsident des Vereins zurückgetreten.

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