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Traineramt in Türkei:Daum vor Vertragsauflösung

Christoph Daum

Christoph Daum: Abschied bei Bursaspor steht bevor

(Foto: dpa)

Christoph Daum soll einen Auflösungsvertrag beim türkischen Erstligisten Bursaspor unterschreiben. Pep Guardiola will vor der Bierdusche der Bayern-Spieler flüchten. Die Basketballer des FC Bayern bauen mit einem mühsamen 98:84 gegen Würzburg ihre Tabellenführung in der Bundesliga aus.

Fußball in der Türkei, Christoph Daum: Trainer Christoph Daum steht offenbar kurz vor dem Ende seines Engagements beim türkischen Fußball-Erstligisten Bursaspor. "Wir haben uns heute zusammengesetzt und über die weitere Zukunft gesprochen. Dabei ist der Verein zu dem Entschluss gekommen, dass ich einen Auflösungsvertrag unterschreiben möge", sagte der 60-Jährige am Sonntagabend Sport 1. Am Samstag hatte Bursaspor in der Süper Lig 1:2 (0:0) gegen Aufsteiger Konyaspor verloren, türkische Medien hatten bereits über eine Entlassung berichtet. Zunächst hatte Daum dem noch widersprochen: "Ich kann und will jetzt keinen Kommentar abgeben. Nur ist diese Schlagzeile gegen alle Absprachen von Bursaspor so lanciert worden", sagte er der Bild-Zeitung. Eine endgültige Entscheidung schien aber auch am späten Sonntagabend noch nicht getroffen, Daum stellte klar: "Wenn eine Sache einvernehmlich zu Ende gebracht werden soll, dann muss man sich auch über alle Punkte einig sein. Bursaspor hat nach wie vor einen Cheftrainer. Und der heißt Christoph Daum!"

Bundesliga, FC Bayern München: Bierdusche nein, feiern ja: Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola hat seiner Mannschaft im Fall des Titelgewinns in Berlin die Erlaubnis für eine große Meisterparty gegeben. "Wenn wir gewinnen, müssen wir feiern", sagte der 44 Jahre alte Spanier vor dem Bundesliga-Spiel am Dienstag (20.00 Uhr) bei Hertha BSC. Guardiola verspürt aber keine Lust auf die beim FC Bayern obligatorische Bierdusche. Es werde keine geben, betonte er: "Ich bleibe nicht auf dem Platz, ich gehe in die Kabine." Deshalb antwortete er am Montag auch auf die Frage, ob er einen zweiten Anzug nach Berlin mitnehmen würde, klar: "Warum zwei?" Dies brauche er nicht. Er glaube auch nicht, fügte er mit einem Schmunzeln an, dass ihn die Spieler erwischen würden.

Elf des Spieltags

Zurück in der Zaubertruppe

Basketball, Bundesliga: Die Basketballer von Bayern München haben ihre Tabellenführung in der Bundesliga ausgebaut. Einen Tag nach dem klaren Sieg von Verfolger Bamberg gegen Ludwigsburg gewannen die Münchner am Sonntagabend gegen Würzburg mit 98:84 (43:45), taten sich dabei aber sehr schwer. Erst nach dem Seitenwechsel konnten sich die Gastgeber vor 6314 Zuschauern absetzen. Überragender Akteur bei den Bayern war Nihad Djedovic mit 31 Punkten. Bei den Würzburgern, die weiter im Abstiegskampf stecken, kam Maurice Stuckey auf 15 Zähler. Die Münchner liegen damit weiter vier Pluspunkte vor Bamberg, das noch zwei Nachholspiele hat.

Tennis, Tommy Haas: Tennisprofi Tommy Haas muss nach seiner erneuten Schulterverletzung mehrere Wochen pausieren. "Es ist ein kleiner Riss in meiner Schultersehne. Das ist enttäuschend und nervt", sagte der bald 36 Jahre alte gebürtige Hamburger der "Bild"-Zeitung (Montag). Wegen der Blessur hat er seine Teilnahme am derzeit laufenden Masters-Series-Turnier in Miami ebenso abgesagt wie den Einsatz im Davis-Cup-Viertelfinale in Frankreich Anfang April. "Es kann drei bis sechs Wochen dauern", sagte Haas. Er habe "auch Angst, dass es schlimmer wird und mehr kaputt geht". Schon dreimal wurde der Weltranglisten-13. in seiner Karriere an der rechten Schulter operiert. Ein weiterer Eingriff ist laut Haas aktuell nicht nötig. Trotz des erneuten Rückschlags will der beste deutsche Profi noch nicht aufhören. "Ich glaube, ich kann noch ein paar gute Momente in meiner Karriere haben. Ich habe mir geschworen, 2014 voll durchzuspielen", sagte Haas.

Basketball, NBA: Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks haben wieder ein NBA-Spiel in der Schlussphase noch aus der Hand gegeben. Die Texaner unterlagen am Sonntagabend (Ortszeit) den Brooklyn Nets nach Verlängerung 104:107. Der deutsche Basketballstar traf vor heimischen Publikum nur zwei seiner zwölf Würfe und kam insgesamt auf gerade einmal zehn Punkte. Erst in den Schlusssekunden der regulären Spielzeit hatte Dallas den Ausgleich zum 91:91 hinnehmen müssen. Die Mavericks rutschten in der Western Conference wieder auf Platz acht und haben die Phoenix Suns im Nacken. Brooklyn hingegen kämpft weiter um Platz eins in der Atlantic Division.

Eishockey, NHL: Die deutschen Eishockey-Profis haben die Woche in der nordamerikanischen Liga NHL mit zwei Niederlagen abgeschlossen. Christian Ehrhoff lieferte am Sonntag beim 2:4 seiner Buffalo Sabres bei den Vancouver Canucks die Vorlage zur 1:0-Führung der Sabres. Buffalo bleibt das schlechteste Ligateam. Im Spitzenspiel unterlagen die Pittsburgh Penguins als Tabellenzweiter der Eastern Conference mit Marcel Goc 0:1 beim Tabellenführer der Western Conference, den St. Louis Blues. Goc spielte 13:28 Minuten, konnte aber die Niederlage der Penguins nicht verhindern.