Tischtennis:Doppelte Premiere

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Tischtennis: Hier im Einsatz für Russland, am Donnerstag gegen Jekaterinburg: Lev Katsman vom TTC Neu-Ulm.

Hier im Einsatz für Russland, am Donnerstag gegen Jekaterinburg: Lev Katsman vom TTC Neu-Ulm.

(Foto: Marcin Szymczyk/imago images/Newspix)

Der TTC Neu-Ulm empfängt Jekaterinburg zum ersten K.-o.- und ersten Heimspiel seiner Historie in der Champions League. Die Favoritenrolle ist klar vergeben.

Von Andreas Liebmann

Was Karl-Heinz Rummenigge vor vielen Jahren mal exklusiv über den Fußball herausfand, gilt natürlich auch im Tischtennis - und streng genommen für so ziemlich jede andere Sportart: Sie alle sind keine Mathematik. Für Freunde des TTC Neu-Ulm ist das eine schöne Erkenntnis, denn so können sie sich jede Zuversicht bewahren.

An diesem Donnerstag (19 Uhr) empfängt ihr Tischtennis-Erstligist den TTSC UMMC Jekaterinburg zu einer doppelten Weltpremiere: In der kurzen Historie des per Wildcard international debütierenden Klubs ist dieses Viertelfinale nämlich nach zwei überstandenen Gruppenphasen sowohl sein erstes Heim- als auch sein erstes K.-o.-Rundenspiel in der Champions League. Da macht es also gar nichts, dass das Neu-Ulmer Trio derzeit die Weltranglistenpositionen 149, 165 und 278 einnimmt - und man für die Gäste auf 15, 33 und 37 doch deutlich weniger weit blättern muss. "Zu Hause könnte vielleicht schon was gehen", sagt Klubchef Florian Ebner trotzdem, ohne sich allzu große Hoffnungen zu machen. Wahrscheinlich sei ein Erfolg natürlich nicht, und der Heimvorteil einer pandemiebedingt weitgehend leeren Halle ebenfalls überschaubar. Doch sein junges Team habe seine Sache bislang "sensationell gemacht", betont er, und zu verlieren hat es in diesem Hinspiel auch nichts.

Die jungen Männer hinter den Zahlen heißen übrigens Ioannis Sgouropoulos, Vladimir Sidorenko und Lev Katsman auf Neu-Ulmer Seite, die Gäste dürften Liam Pitchford, Jonathan Groth und Tomislav Pucar einsetzen. Sollte es so kommen und nicht einer der Stars durch einen russischen Nachrücker ersetzt werden, ergäbe das eine witzige Konstellation: Ein Engländer, ein Däne und ein Kroate würden dann also für den Klub aus der Nähe des russischen Jekaterinburg antreten - empfangen von Russlands Nationalspielern Sidorenko und Katsman und deren russischem Klubtrainer Dmitrij Mazonov. Aber Tischtennis ist ja auch keine Geografie.

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